Foto: jarmoluk | pixabay.com

Bundesprogramm zur Sicherung von Ausbildungsplätzen verlängert und weiterentwickelt

Erste Förderrichtlinie für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Mit dem Programm unterstützt das Bundesbildungsministerium Ausbildungsbetriebe aus allen Bereichen der Wirtschaft, die aktuell pandemiebedingt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, und hilft, dass die Auszubildenden auch in diesen Krisenzeiten eine Berufsausbildung beginnen, weiterführen und erfolgreich abschließen können.

Die Eckpunkte des Programms sind am 24. Juni 2020 vom Bundeskabinett beschlossen worden und die erste Förderrichtlinie ist 31.07. im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Das Programm besteht aus den Förderlinien "Ausbildungsprämie", "Ausbildungsprämie plus", "Übernahmeprämie", "Vermeidung von Kurzarbeit" sowie "Auftrags- und Verbundausbildung". Die Umsetzung wird in zwei Förderrichtlinien geregelt.

Die erste Änderung der ersten Förderrichtlinie ist am 07. Dezember 2020 überarbeitet und am 10. Dezember 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Eine zweite Änderung ist am 17.03.2021 beschlossen und am 26. März 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Die Förderrichtlinien finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Mit der Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms setzt die Bundesregierung ein wichtiges Signal, dass sie die weiterhin bestehenden Herausforderungen für die betriebliche Berufsausbildung sehr ernst nimmt und in ihren Unterstützungsbemühungen auch für das kommende Ausbildungsjahr nicht nachlässt.


Zweite Änderung der ersten Förderrichtlinie für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern".

Veröffentlichung

Das Bundesprogramm nimmt jetzt auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 in den Blick. Damit sollen die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise verringert und der Ausbildungsmarkt weiter gestärkt werden. Es stehen alleine in diesem Jahr 500 Millionen Euro für das Programm bereit.


Die aktuellen Änderungen betreffen zusammengefasst die nachfolgenden Punkte:

- die Ausbildungsprämie für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten, erhöht sich für das nächste Ausbildungsjahr von                     2.000 EURO auf 4.000 EURO.

- die Ausbildungsprämie plus für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau steigern, erhöht sich für das nächste Ausbildungsjahr von 3.000 EURO auf 6.000 EURO.

- Der Anreiz, Auszubildende und ihre Ausbilder trotz Kurzarbeit im Betrieb zu halten, wird verbessert. Neben dem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung gibt es nun auch einen Zuschuss zur Ausbildervergütung.

- Es wird ein Lockwon-II-Sonderzuschuss (1.000 EURO) für ausbildende Kleinstunternehmen eingeführt.

- Die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsstelle durch die pandemiebedingte Insolvenz des ursprünglichen Ausbildungsbetriebes verloren gegangen ist, wird künftig mit 6.000 EURO gefördert. Gefördert werden nun auch Übernahmen von Auszubildenden, deren Ausbildungsvertrag pandemiebedingt beendet wird.


Wir unterstützen die Ausbildungsbetriebe mit Bescheinigungen über die aktuell eingetragenenen Ausbildungsverhältnisse.

Anträge auf Förderung sind bei der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.
Die Formulare finden sie hier.

Bitte füllen Sie die Bescheinigung der zuständigen Stelle aus und senden Sie diese im Original per E-Mail an ausbildungspraemie@arnsberg.ihk.de. Diese wird geprüft und Ihnen schnellstmöglich zur Antragstellung zurückgesandt.

Förderberechtigte

Die Förderung gilt

  • für kleine und mittelständische Unternehmen KMU
    (d.h. max. 249 Mitarbeitende = Vollzeitäquivalente)
  • die in anerkannten Ausbildungsberufen oder in bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen ausbilden 
  • die von der Corona-Krise in erheblichem Maße betroffen sind 
    (d.h. im Jahr 2020 (Januar bis Dezember) mindestens 1 Monat Kurzarbeit durchgeführt haben oder Umsatzeinbrüche von durchschnittlich mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten oder von durchschnittlich mindestens 30% in fünf zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahr hatten).

Fördermöglichkeiten

Die genannten Unternehmen werden (alternativ) wie folgt gefördert:

1. Ausbildungsprämie für gleichbleibendes Ausbildungsengagement:
KMU, die 2020 genauso viele Ausbildungsverträge abschließen wie im Durchschnitt der drei Vorjahre erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro (für das nächste Ausbildungsjahr 4.000 EURO) für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 (2021) abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit.

2. Ausbildungsprämie für gesteigertes Ausbildungsengagement
KMU, die 2020 mehr Ausbildungsverträge abschließen als im Durchschnitt der drei Vorjahre erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro (für das nächste Ausbildungsjahr 6.000 EURO) für jeden zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit. 

3. Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung
KMU, die trotz Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Betrieb durch COVID-19 ihre Azubis und Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringen, erhalten eine Förderung von 75% der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden der Monate, in dem die Kriterien erfüllt sind.

4. Übernahme aus Insolvenz oder bei pandemiebedingert Kündigung
Unternehmen (unabhängig von der Betriebsgröße), die Azubis von Betrieben übernehmen, die coronabedingt Insolvenz anmelden mussten oder Auszubildende pandemiebedingt kündigen mussten, erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro (NEU 6.000 EURO) pro aufgenommenen Auszubildenden.

5. Lockdown-II-Sonderzuschuss
Unternehmen mit max. 4 Beschäftigten, die ihre Geschäftstätigkeit aufgrund Corona-bedingter, behördlicher Anordnungen einstellen oder stark einschränken mussten, können einen einmaligen Zuschuss von 1.000 EURO erhalten. Als Einschränkungen gelten z.B. Außerhausverkauf von Restaurants, Hotelbetrieb ausschließlich für Geschäftsreisende und verschiedene Modelle im Einzelhandel (z.B. Click and Collect).


Antragsstellung

Die Antragsstellung und Auszahlung erfolgt über die örtliche Arbeitsagentur.

Die IHK Arnsberg unterstützt die Unternehmen mit Bescheinigungen zu den aktuell eingetragenen Ausbildungsverhältnissen.

Die entsprechenden Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite der Agentur für Arbeit zur Verfügung.
Die Antragsstellung ist in den einzelnen Programmen befristet, eine möglichst frühzeitige Antragsstellung wird empfohlen.

Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 24. Juni 2020 begonnen haben (für dieses Ausbildungsjahr).

Zweite Förderrichtlinie für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Mit dieser Ausbildungsprämie können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) oder Ausbildungsdienstleister, wie z.B. überbetriebliche Berufsbildungsstätten, eine Prämie für Auftrags- oder Verbundausbildungen beantragen.

Dies ist der Fall, wenn diese Unternehmen oder Dienstleister Auszubildende vorübergehend ausbilden, die ihre Ausbildung nicht im eigenen Ausbildungsbetrieb beginnen oder fortführen können, das dieser pandemiebedingt vollständig oder zu wesentlichen Teilen von Schließungen oder Einschränkungen betroffen ist.

Zweite Förderrichtlinie für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Deutsche Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.

Kontakt: ausbildungsplaetze-sichern@kbs.de

Förderberechtigte

Die Förderung gilt

  • für kleine und mittelständische Unternehmen KMU -Stichtag 29.02.2020-
    (d.h. max. 249 Mitarbeitende = Vollzeitäquivalente)
  • die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens 6 Monate im eigenen Betrieb für diese Zeit übernommende Azubis ausbilden und die notwendige Ausbildungseignung vorweisen können.ÜBS (überbetriebliche Ausbildung), Landes- und Fachverbände und Träger von Berufsbildungsstätten sind ebenfalls antragsberechtigt.
  • die von der Corona-Krise in erheblichem Maße betroffen sind 
    (d.h. im Jahr 2020 (Januar bis Dezember) mindestens 1 Monat Kurzarbeit durchgeführt haben oder Umsatzeinbrüche von durchschnittlich mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten oder von durchschnittlich mindestens 30% im gesamten Zeitraum -April bis August 2020- gegenüber dem Vorjahr hatten).

Fördermöglichkeiten

Die genannten Unternehmen werden wie folgt gefördert:

Die Prämie für den Interimsausbilder beträgt einmalig 4.000,00 € für jede oder jeden auf Zeit übernommene Auszubildende bzw. übernommenen Auszubildenden.

Antragsstellung

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Deutsche Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.

Kontakt: ausbildungsplaetze-sichern@kbs.de


Ansprechpartner für den Hochsauerlandkreis

Gewerblich-technische Berufe, IT gesamt


Bernd Wieneke
Dipl.-Ing.
Tel:02931 878-110
Fax:02931 878-8110
E-Mail
Kontaktdaten herunterladen

Gewerblich-technische Berufe


Marius Grotmann

Tel:02931 878-160
Fax:02931 878-249
E-Mail
Kontaktdaten herunterladen

Kaufmännische Berufe


Sebastian Rocholl
Dipl.-Pädagoge
Tel:02931 878-107
Fax:02931 878-249
E-Mail
Kontaktdaten herunterladen

Ansprechpartner
für den Kreis Soest

Gewerblich-technische Berufe, Gastronomie gesamt


Angela Rademacher

Tel:02931 878-113
Fax:02931 878-8113
E-Mail
Kontaktdaten herunterladen

Kaufmännische Berufe


Constanze Nehring
Diplomsportlehrerin
Tel:02931 878-122
Fax:02931 878-249
E-Mail
Kontaktdaten herunterladen