Foto: sl-media

Veranstaltungsformat: Online

Energie-Effizienz in Einzelhandel und Gastronomie.
Ressourcen sparen in Verkaufs- und Lagerräumen und am Herd.

Beleuchtung und Belüftung sind wichtig für das Wohlbefinden der Kunden und Gäste und die Präsentation der Waren
in fast allen konsumnahen Dienstleistungsbereichen. Oft wird aber hier in Ladenlokalen des Einzelhandels und in den
Speisesälen von Hotels und Restaurants noch unnötig viel Energie verbraucht. Dabei gibt es hier wie auch für Kühl und
Lagerräume oder den Küchenbetrieb viele gute technische Lösungen für mehr Energie-Effizienz und damit Kostensenkungen.

Hier will die Veranstaltung einen Überblick über die bestehenden Lösungen für Einzelhändler und Gastronomen
sowie weitere interessierte und artverwandte Branchen geben.

Mittwoch, 08. September 2021

Online

Beginn: 9.00 Uhr

Begrüßung und Vorstellung der Veranstaltungsreihe „Energiewende und Klimaschutz in der Wirtschaft“
Serge Esterlein und Stephan Britten, IHK Arnsberg

Bewusstsein schaffen:
Energiemonitoring und -Management

Ins rechte Licht gerückt:
Einsparpotenziale bei der Beleuchtung

Klima verbessert:
Belüftung und Klimatisierung optimiert

Heiß oder kalt:
Effizienz in Kühl- und Lagerräumen sowie Küchen

Selbst gemacht:
Einsatz erneuerbarer Energien zur Eigenversorgung und zur Netzeinspeisung

Referent: Markus Hankammer, EnergieAgentur.NRW

Ende: 11.00 Uhr

Zusammenfassung:

"Energie- und Ressourceneffizienz lohnt sich in jeder Hinsicht"

Ein durchschnittlicher Gastronomiebetrieb benötigt rund 230 kWh pro Quadratmeter. Dabei werden etwa 40 Prozent der Energie für die Zubereitung von Speisen, 20 Prozent für Kälteanlagen, 17 Prozent beim Abwaschen, 10 Prozent für die Beleuchtung und sieben Prozent für die Lüftung aufgewendet. In all diesen Bereichen ergeben sich zahlreiche Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz. Die gleiche Aufschlüsselung lässt sich für den Einzelhandel machen, wo etwa 150 kWh pro Quadratmeter im Durchschnitt benötigt werden.

Laut Markus Hankammer, der bei der EnergieAgentur.NRW für die Themen: Energieanwendungen und Klimaschutz tätig ist, ließen sich bis zu 70 Prozent der Energie bei der Beleuchtung einsparen, wenn man das Thema konsequent anginge. 50 Prozent ließen sich bei Druckluft und immerhin jeweils 30 Prozent bei Kühlung und der Wärmeversorgung einsparen. Dabei müsse noch nicht einmal bei jeder Maßnahme gleich in neue und teure Anlagen investiert werden. Vielfach lässt sich ein großer Teil der Energie durch eine intelligentere Steuerung oder die Änderung von Gewohnheiten einsparen. Beim Betrieb einer PV-Anlage kann man durch ein optimiertes Lastspitzenmanagement verhindern, dass Strom teuer und womöglich aus nicht regenerativen Quellen zugekauft werden muss. Die Installation von Sensoren und Zeitschaltuhren kann dafür sorgen, dass Beleuchtungen sowie Klimaanlagen bedarfsgerecht genutzt werden und nicht unnötiger Weise Strom verbrauchen. Die Modernisierung aller Leuchtmittel sowie die Umstellung auf LED-Leuchten, falls noch nicht geschehen, amortisiert sich besonders schnell, da LED-Leuchten allen anderen Leuchtmitteln gegenüber weit überlegen sind und dabei immer günstiger werden. Die regelmäßige Reinigung von Leuchtmitteln und das optimale Ausnutzen von Tageslicht können zusätzlich Einsparpotenziale heben. Die Verknüpfung aller Leuchtmittel mit einer digitalen Steuerung kann den bedarfsgerechten Einsatz von Leuchtmitteln perfektionieren. Zahlreiche Anbieter sind mittlerweile in diesem Bereich tätig und bieten teils maßgeschneiderte Lösungen an.

Am Gebäude selbst lassen sich ebenfalls interessante und lukrative Maßnahmen umsetzen. Dabei sollte man von Beginn an alle möglichen Potenziale einbeziehen und miteinander abwägen, da eine Investition in das Gebäude in der Regel mit erheblichen Investitionen und zeitweisen Einschränkungen für den Tagesbetrieb verbunden ist. Dabei sollten Änderungen an der Dämmung des Gebäudes gemeinsam mit Modernisierungen der Heizsysteme konzipiert werden, da das Heizsystem nach dem erreichten Dämmungsgrad zu wählen ist. Möchte man zum Beispiel einen mit Strom betriebenen Wärmetauscher einbauen, sollte man unbedingt auf eine ausreichende Dämmung achten, da es an besonders kalten Wintertagen nicht gelingen könnte den Raum ausreichend aufzuheizen.

Bei der Kältetechnik können bereits einfache Maßnahmen für enorme Effizienzgewinne sorgen. So sollte die maximal benötigte Kühltemperatur stets nicht unterschritten wird. Nicht benötigte Kühlmöbel sollten immer vom Netz genommen werden, wenn Sie eine längere Zeit leer stehen. Zudem sollten Kühlmöbel nicht neben besonders warmen Geräten oder gar der Heizung stehen. Offene Kühlmöbel sollten zudem vermieden werden, um keinen unnötigen Verlust an Kühlenergie zu erleiden.

Abschließend empfiehlt es sich einen Experten zu Rate zu ziehen, der ähnliche Projekte bereits durchgeführt hat. Die Effizienzagentur NRW mit ihrem Regionalbüro in Werl kann Sie bei der Suche nach dem richtigen Berater unterstützen und erste Fragen vorab klären.

08.09.2021


Serge Esterlein
M.Sc.
Tel: 02931 878-209
Fax: 02931 878-285
E-Mail
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Stephan Britten
Dipl.-Ing.
Tel: 02931 878-271
Fax: 02931 878-285
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Präsentation der Veranstaltung und weiterführene Links

Markus Hankammer, EnergieAgentur.NRW

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