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Vollversammlung wählt neuen IHK-Hauptgeschäftsführer

Die Frühjahrssitzung der Vollversammlung stand ganz im Zeichen der Neuwahl eines Hauptgeschäftsführers und einer ausführlichen Aussprache zu den Folgen des Kriegs in der Ukraine. Zudem wurden die Mitglieder des Berufsbildungsausschuss neu benannt.

Erster Tagesordnungspunkt war die Wahl eines neuen Hauptgeschäftsführers. Präsident Andreas Rother berichtet, dass die Findungskommission, bestehend aus den Präsidiumsmitgliedern Stefan Osterhage, Egbert Neuhaus, Dr. Stephan Guht und dem Präsidenten, Kandidatinnen beziehungsweise Kandidaten für die Nachfolge von Dr. Ilona Lange gesucht haben. Dazu wurde eine Personalberatungsagentur beauftragt, die den Auswahlprozess begleitete. Zudem wurden Stellenanzeigen digital und in Print-Zeitungen geschaltet. Als Ergebnis des Verfahrens hat die Findungskommission Jörg Nolte als am besten geeigneten Kandidaten der Vollversammlung als neuen Hauptgeschäftsführer vorgeschlagen. Einstimmig wählten die Versammlung Jörg Nolte im Anschluss an seine Vorstellungs- und Bewerbungsrede. (siehe auch Seite XX).

Krieg beeinflusst die Unternehmen

Die Aussprache zur wirtschaftlichen Lage eröffnete Andreas Rother mit nachdenklichen Worten: „Die schrecklichen Dinge, die seit einigen Wochen in der Ukraine passieren machen uns alle fassungslos“. Die Wirtschaft spüre die Auswirkungen des Krieges. „Aber die Folgen für uns sind nichts im Verhältnis zu den grausamen Schicksalen der Menschen vor Ort. Millionen auf der Flucht oder im verzweifelten Kampf für ihr Land, für ihre Kinder, für ihr Leben.“ Er wisse aus vielen Gesprächen, dass sich viele Unternehmerkolleginnen und -kollegen mit Hilfen einbringen. Die IHK-Organisation vermittelt bei Bedarf zwischen Wirtschaft und den Hilfsorganisationen.

Sustainable Finance

Der Vorsitzende des Rechts- und Steuerausschusses, Dirk Ufer, berichtete aus der letzten Sitzung seines Ausschusses, die gemeinsam mit dem Ausschuss für Handel und Innenstadtentwicklung durchgeführt wurde. Zudem gab Ufer einen Sachstandsbericht zum Thema Sustainable Finance. Dahinter verberge sich der finanzpolitische Hebel der EU, um Unternehmen zu einem nachhaltigen und klimafreundlichen Verhalten zu zwingen.

Neue Mitglieder im Berufsbildungsausschuss

Max Clemens Jungeblodt schilderte die Arbeit des Berufsbildungsausschusses. Seit Oktober 2013 hat er den Ausschussvorsitz für die Unternehmen inne. Die Arbeit sei für ihn ein besonderes Anliegen gewesen: „Die Ausbildung an Berufsschulen in Kombination mit der Praxis schafft Mitarbeiter, welche unsere herausragenden Qualitätsstandards weltweit mitbegründen.“ Seit langem jedoch sei die größte Herausforderung des Ausschusses, die Attraktivität der beruflichen Bildung bei sinkenden Schülerzahlen herauszustellen.

Weiter erläuterte Jungeblodt, dass die aktuelle Berufungsperiode des Berufsbildungsausschusses am 31. Juli 2022 endet. Nach acht Jahren im Ausschuss trete er nicht erneut an. Das besondere des Berufsbildungsausschusses ist, dass er nicht durch die IHK selbst, sondern durch das Wirtschaftsministerium berufen wird. Die Berufungsdauer beträgt fünf Jahre. Die Vollversammlung hat das Vorschlagsrecht für die Vertreterrinnen und Vertreter der Arbeitgeber, der DGB für die Arbeitnehmer und die Bezirksregierung für die Vertreter der Lehrkräfte.

Als Mitglieder benannte die Vollversammlung erneut Meinolf Griese (Hotel Haus Griese), Peter Königkamp, (Sparkasse Lippstadt), Michael Piel (Piel – Die technische Großhandlung GmbH) und Carlheinz Torley (Torley Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH) als Mitglieder des Berufsbildungsausschuss. Neu benannt wurden Dr. Christian Dresel (Condensator Dominit GmbH) und Lars Scholand (Neue Werbung GmbH), der zuvor stellvertretendes Mitglied war. Als Stellvertreter benannt wurden wieder Dieter Berndt (Martinrea Honsel Germany GmbH), Jan Henningsen (C. & A. Veltins GmbH & Co. KG), Detlef Kerkenberg (Kerkenberg GmbH) und Marc Wenzel (BJB GmbH & Co. KG) sowie als neue Stellvertreter Daniel Gade (ARTADA GmbH) und Dr. Arnd Hermann (HELLA Corporation Center GmbH). Die neue Berufungsperiode geht von August 2022 bis Juli 2026.

Digitale Gremiensitzungen

Zudem hat die Vollversammlung die IHK-Satzung und die Beitragsordnung angepasst. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung die bis zum 31.12.2022 befristete Möglichkeit geschaffen, Gremiensitzung digital durchzuführen. Obwohl die Gremien auch in Zukunft vorrangig in Präsenz tagen werden, sollen auch digitale Sitzungen und Beschlüsse möglich sein. Darum hat die Vollversammlung eine entsprechende Regelung in die IHK-Satzung aufgenommen.

Digitaler Beitragsbescheid

Zukünftig haben die IHK-Mitglieder die Möglichkeit, den jährlichen Beitragsbescheid statt als Brief elektronisch zu erhalten. Dafür hat die Vollversammlung mit einem neuen Passus in der Beitragsordnung gesorgt. Dieser Beschluss resultiert aus einer verstärkten Nachfrage nach einem digitalen Übertragungsweg und fördert zudem die Digitalisierungsstrategie der IHK.

Verkehrspolitisches Leitbild

Geschäftsbereichsleiter Thomas Frye berichtete über die notwendige Aktualisierung des verkehrspolitischen Leitbildes der IHK Arnsberg. Um die Grundhaltung der regionalen Wirtschaft zu den Mobilitäts- und Klimaschutz-Herausforderungen zu ermitteln, hatte die IHK im Januar eine Online-Befragung durchgeführt. Ziel ist es, der Vollversammlung im Herbst eine ausgewogene Position vorzuschlagen. bec

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Alexander Hennecke
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