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IHK-Studie "Projekt Unternehmertum"

Mehr Unternehmertum wagen


Unternehmensgründungen sind der Motor einer dynamischen Wirtschaft. Sie sorgen für neue Ideen und die notwendige Restrukturierung. In einer aktuellen Studie untersuchte IHK NRW zusammen mit dem Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn das Image des Unternehmertums und wie potenzielle Gründer zum Thema Selbstständigkeit eingestellt sind.

Die Bereitschaft zum Sprung in die Selbstständigkeit in Nordrhein-Westfalen sinkt seit Jahren - wie der KfW-Gründungsmonitor für die Jahre 2007 bis 2017 bereits zeigt. Demnach verringerte sich der Anteil der Gründer (und der Übernehmer) an der Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren in NRW von 2,45 Prozent in den Jahren 2000 bis 2006 auf 1,54 Prozent in den Jahren 2014 bis 2016.

Diese Entwicklung haben IHK NRW und ZEM zum Anlass genommen, das Unternehmerimage zu erforschen. Insgesamt 1.448 Teilnehmer, die ein genaues Abbild der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter zwischen 21 bis 45 Jahren darstellen, wurden dazu befragt.

Fazit: Das Image des Unternehmers ist überwiegend gut: Sie werden als verantwortungsvoll, nachhaltig, sozial und innovativ angesehen. Potenzielle Unternehmensgründer sind vorwiegend männlich und noch jung (21 bis 25 Jahre) oder bereits etwas älter mit Berufserfahrung (41 bis 45 Jahre). Selbstverwirklichung, eigene Interessen und individuelle Fähigkeiten sind die wichtigsten Triebfedern für den Weg in die Selbstständigkeit. Die Angst vor dem finanziellen Risiko ist das größte Hemmnis auf dem Weg in die Selbstständigkeit.


Die vielleicht wichtigste Erkenntnis:
Das Wissen über die Selbstständigkeit ist gering, das Thema „Unternehmertum“ findet in Schulen und Universitäten zu wenig statt. Dies dürfte auch ein Grund sein, warum viele der rund 350 Befragten, die mit der Selbstständigkeit liebäugeln, bisher den Schritt in das Unternehmertum noch nicht gewagt haben. Denn die Studie zeigt auch, dass bei näherer Beschäftigung mit dem Thema manche Ängste schwinden, etwa vor den bürokratischen Hürden. Die IHKs in NRW werden daher gerade die Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten verstärken.

Die Printversion der Studie kann bei Cornelia Weiß unentgeltlich bezogen werden. Die PDF-Datei steht hier als Download bereit.

 


André Berude
Dipl.-Betriebswirt
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