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Energieaudits nach dem Gesetz über Energiedienstleistungen (EDL-G)

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Am 6. März 2015 hat der Bundesrat den Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie beschlossen.

Alle Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen nach der EU KMU Definition sind, sind verpflichtet ein Energieaudit erstmals bis zum 5. Dezember 2015 und gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Energieaudits alle vier Jahre ein weiteres durchzuführen.
Von der Durchführung eines Energieaudits sind nach § 8 ​EDL-G Unternehmen freigestellt, die entweder

  1. ein Energiemanagementsystem nach der ​DIN ​EN ISO 50001 oder
  2. ein validiertes Umweltmanagementsystem im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS)

erfolgreich eingeführt haben.

 


BMWi-Förderprogramm „Energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse“

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein neues Investitionsprogramm zur Förderung von energieeffizienten und klimaschonenden Produktionsprozessen ausgeschrieben. Antragsberechtigt sind Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit Ausnahme von Energieversorgern sowie Contractoren, die eine förderfähige Maßnahme bei einem antragsberechtigten Unternehmen durchführen.

  • Gefördert werden Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz in gewerblichen und industriellen Produktionsprozessen, vor allem Umstellungen auf energieeffiziente Technologien, Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie aus Produktionsprozessen oder Anlagen im Unternehmen und andere energetische Optimierungsmaßnahmen in der Produktion.

  • Voraussetzungen für eine Förderung sind: Investitionsmehrkosten von 50.000€, spezifische Energieeinsparung von 5 % oder mehr und mindestens 100 kg CO2-Einsparung pro 100€ Investitionsmehrkosten.

  • Die Antragstellung erfolgt über den Projektträger Karlsruhe (PTKA). Die Zuwendung beträgt bis zu 20% der unmittelbar auf den Umweltschutz bezogenen Investitionsmehrkosten. Maximal werden pro Vorhaben 1,5 Mio Euro zugewendet.


Richtlinie zur Förderung der Einführung von Energiemanagementsystemen

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiemanagementsysteme/

Das lang erwartete Förderprogramm zur Förderung von Energiemanagementsystemen kann mit der Verabschiedung der Förderrichtlinie starten. Gefördert wird die Erstzertifizierung nach DIN EN ISO 50001 und von Energiecontrollings sowie dafür notwendige Messtechnik und Software. Anträge können seit dem 15. August 2013 gestellt werden.

Die bereits im Juli 2012 im Entwurf vorgelegte Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen ist am 22. Juli 2013 vom Bundeswirtschaftsministerium verabschiedet und am 6. August 2013 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden.

Wie bereits im Entwurf vorgesehen, wurde das Bundesamt für Ausfuhrkontrollen (BAFA) mit der Administration des Förderprogramms betraut. Antragsberechtigte Unternehmen können seit dem 15. August 2013 einen Antrag auf Förderung stellen. Gefördert wird:

  1. die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 mit maximal 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 8.000 Euro
  2. die Erstzertifizierung eines Energiecontrollings nach den Anforderungen des Anhangs der Richtlinie (entspricht im Wesentlichen der Anlage 2 der SpaEfV) mit maximal 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 1.500 Euro
  3. der Erwerb von Messtechnik für Energiemanagementsysteme mit maximal 20 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 8.000 Euro
  4. der Erwerb von Software für Energiemanagemensysteme mit maximal 20 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 4.000 Euro

Die Gesamtsumme der Zuwendungen ist auf maximal 20.000 Euro pro Unternehmen innerhalb eines Zeitraums von 36 Monaten beschränkt.

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Zur Förderung der Erstzertifizierung eines Energiecontrollings müssen die durchschnittlichen Jahresenergiekosten des Unternehmens unter 200.000 EUR liegen.

Nicht antragsberechtigt sind u. a. Unternehmen, die im laufenden oder vergangenen Jahr die Besondere Ausgleichsregelung wahrgenommen haben und dafür zu einer Zertifizierung verpflichtet waren (mehr 10 GWh Strombezug). Unternehmen, die über den Spitzenausgleich zur Einführung eines Energiemanagements verpflichtet sind, können die Förderung nur wahrnehmen, wenn es sich um ein kleines oder mittleres Unternehmen (nach EU-Definition) handelt.

Der DIHK hatte sich insbesondere dafür eingesetzt, dass auch die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS oder ISO 14001 gefördert wird und dass eine Förderung auch unabhängig von der Wahrnehmung des Spitzenausgleichs oder der Besonderen Ausgleichregelung möglich ist. Gegenüber dem Richtlinienentwurf wurde zumindest die Förderung von KMU, die den Spitzenausgleich wahrnehmen, und von Unternehmen, die die Besondere Ausgleichsregelung wahrnehmen können ohne der Zertifizierungspflicht zu unterliegen, ermöglicht.


DIN EN ISO 50001: Energiemanagement

 

Am 24. April 2012 wurde die bestehende Energiemanagementnorm DIN EN 16001 zurückgezogen und durch die internationale DIN EN ISO 50001 ersetzt. Bis dahin ausgestellte Zertifikate soll(t)en am 24. April 2013 ihre Gültigkeit verlieren.

Die IHKs Arnsberg, Hagen und Siegen informierten in einem Workshop ausführlich über die neue Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001. Experten der TÜV Rheinland Cert GmbH stellten Unterschiede zur bestehenden 16001 heraus und erläuterten, worauf beim Umstieg zu achten ist (TÜV Online Quick Check).

Anschließend wurde durch Herrn Orlik von der EnergieAgentur.NRW das Tool "mod.EEM" (Modulares Energie Effizienz Modell) vorgestellt. Die internetbasierte Checkliste unterstützt Unternehmen bei der Einführung eines Energiemanagementsystems.

Die Veranstaltung richtete sich gezielt an Unternehmen, die bereits nach DIN EN 16001 zertifiziert sind, sich derzeit im Aufbau eines Energiemanagementsystems befinden oder dies planen. Vor dem Hintergrund der anstehenden Änderungen bei der Energie- und Stromsteuererstattung für das produzierende Gewerbe, wird das Thema Energiemanagement für immer mehr Unternehmen wichtig. Der Gesetzgeber sieht vor, die Erstattungsmöglichkeiten an den Nachweis eines (zertifizierten) Energiemangementsystems zu koppeln.

 


Ansprechpartner


Michael Beringhoff
Dipl.-Ing.
Tel:02931 878-148
Fax:02931 878-285
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Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation:


Stefan vom Schemm
Dipl.-Ing.
Tel:02331 390-245
Fax:02331 390-305
E-Mail

 

 

 

Weitere Informationen

Übergangsregeln zur Umstellung von DIN EN 16001 auf DIN EN ISO 50001 finden sich hier (Seite der Deutschen Akkreditierungsstelle).

EnergieManager (IHK)/ European EnergyManager

Energiepolitische Positionen der Wirtschaft

Faktenpapier: Strompreise