Die fehlende B55-Ortsumgehung Erwitte ist nicht nur ein Ärgernis für Verkehrsteilnehmer und Anwohner, sie verursacht auch erhebliche Kosten für die regionale Wirtschaft. Die Unternehmerinitiative B 55 Lippstadt-Erwitte-Warstein kann dies konkret belegen.

„Die Ortsdurchfahrt Erwitte ist ein echter Standortnachteil für die Unternehmen in Lippstadt und Erwitte. Schließlich stehen unsere Mitarbeiter und unsere Fahrzeuge direkt vor unserer Haustür ständig im Stau“, erklärt der Sprecher der Unternehmerinitiative B 55, Dr. Dirk Spenner. Dies lasse sich nun durch eine Untersuchung der Unternehmerinitiative unter ausgewählten Mitgliedern  etwas konkreter quantifizieren, so der Erwitter Unternehmer. Die modellhafte Staukostenrechnung habe zu folgenden Ergebnissen geführt:

- einem Handwerksbetrieb aus Lippstadt, der mit zwei Montage-LKW mehrmals wöchentlich und einem LKW unter 12 Tonnen zGG einmal wöchentlich durch die Ortsdurchfahrt Erwitte fährt, entstehen jährliche Kosten von rund 5.000 €.

- eine Großspedition aus dem Raum Erwitte mit mehr als 80 LKW, von denen die Mehrzahl mehrmals wöchentlich durch die Ortsdurchfahrt fährt, ermittelte Kosten von rund 200.000 €.

- ein Kranverleihbetrieb der mit PKW, Klein-LKW, mobilen Kranen und Tiefladern fast täglich durch Erwitte fährt, muss Zusatzkosten von mehr als 400.000 € verkraften.

- bei einem Industriebetrieb aus Lippstadt, der mit 2 PKW mehrmals täglich und 2 LKW mehrmals wöchentlich durch Erwitte fahren muss, schlagen zusätzliche Kosten von rund 40.000 € zu Buche.

„Diese leider beeindruckenden Zahlen legen die hohen Kosten der unbefriedigenden Situation in Erwitte auch für die Lippstädter Wirtschaft dar“, unterstreicht Godehard Pöttker vom Vorstand des Lippstädter Standortforums. Kostenaspekte seien in der bisherigen Diskussion um die Notwendigkeit der Umgehung vernachlässigt worden. Statt dessen stünden fast ausschließlich die Umweltauswirkungen und die Aspekte von Lärm- und Feinstaubentwicklung im Mittelpunkt. „Der volkswirtschaftliche Schaden ist immens - insbesondere wenn man bedenkt, dass werktäglich rund 2000 LKW die Ortsdurchfahrt passieren“, ergänzt Dr. Spenner. Der Bau der Umgehung müsse deshalb auch als Investition erkannt werden. Spenner: „Je früher die Straße kommt, desto schneller amortisiert sie sich volkswirtschaftlich.“

Dr. Spenner und Pöttker stellten die Ergebnisse der Untersuchung und auch die Ziele der Initiative dem neuen Erwitter Bürgermeister Peter Wessel und dem aus Erwitte stammenden stv. Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion und verkehrspolitischen Sprecher Christof Rasche vor. Gemeinsam mit den Politikern enthüllten die Sprecher 2 Großplakate in der Ortsdurchfahrt, die mit dem Slogan „Wege öffnen - zum Nutzen der Wirtschaft“ das Anliegen der Unternehmer auf den Punkt bringen.

Ansprechpartner


Thomas Frye

Tel:02931 878-159
Fax:02931 878-285
E-Mail

Stephan Britten
Dipl.-Ing.
Tel:02931 878-271
Fax:02931 878-285
E-Mail