Neun von zehn Bürger in Warstein und Erwitte befürworten eine B 55-Umgehung ihrer Kernstadt.  Das ist die Botschaft einer Befragung der aproxima-Marktforscher aus Weimar im Auftrag der  IHK Arnsberg und der Unternehmerinitiative B 55.

Mit 94 Prozent liegt die Zustimmungsrate in Warstein sogar noch etwas über der in Erwitte von 90 Prozent. Der Anteil der Gegner beträgt gerade einmal sieben Prozent in Erwitte und vier Prozent in Warstein. „Wir haben schon eine hohe Zustimmung vermutet, aber ein solch einhelliges Ergebnis hat uns in dieser Höhe doch  sehr positiv überrascht“, kommentiert Initiativen-Sprecher Dr. Dirk Spenner die Erkenntnisse.  Dieser eindeutige Wille der Bürger sei nun bei der weiteren Planung zu berücksichtigen. Planung und Bau der Umgehungen müsse weiter „mit Hochdruck“ vorangetrieben werden.

In Warstein erstreckt sich die Zustimmung unabhängig von der eigenen Betroffenheit fast gleichmäßig über alle Ortsteile. Der höchste Grad an Zustimmung wurde mit 97 Prozent sogar in Belecke ermittelt. Die stellvertretende Initiativen- Sprecherin Annegret Sattler vermutet die Ursachen darin, „dass man hier natürlich aus eigener Erfahrung mit dem B55-Durchstich den hohen Nutzen einer Umgehung erkennt.“ Auch an der Dringlichkeit der Ortsumgehung lassen die Befragten wenig Zweifel. Knapp zwei Drittel von ihnen sehen den Bau als sehr dringlich an, nur sechs Prozent erachten ihn als (überhaupt) nicht dringlich. Tendenziell wird die Umgehung mit steigendem Alter als eilbedürftiger bewertet. Den höchsten Nutzen erwarten die  repräsentativ Befragten durch die Entlastung der  Anwohner an der Warsteiner Hauptstraße. Aber auch für den  innerstädtischen Handel sowie die Wirtschaft und die Bevölkerung in Warstein insgesamt wird ein hoher Nutzen angenommen.

Die Ergebnisse der Umfrage für Warstein finden Sie hier.

In Erwitte reicht die Bandbreite der Zustimmung für eine Umgehung von 63 Prozent (in Stirpe) bis 100 Prozent (in Eikeloh). Auch hier wird der Haupt-Nutzen für die Anwohner erwartet, gefolgt von der Erwitter Bevölkerung allgemein und der lokalen Wirtschaft. Für die Lippstädter Wirtschaft und den Handel im Erwitter Ortskern wird auf einer Skala von 1 (hoch) – 5 eine mittlere Bedeutung gesehen. 

Auch in der Variantendiskussion sind die Erwitter Bürger klar positioniert. Drei Viertel sprechen sich für die westliche Umgehung um Stirpe und Weckinghausen aus. Nur 18 Prozent bevorzugen eine Führung südlich von Erwitte mit anschließender Nord-Verschwenkung zwischen Erwitte und Bad Westernkotten.  Nicht ganz unerwartet kommt das Gros der Befürworter einer Alternative zur derzeit geplanten Trasse aus den westlichen Ortsteilen. Eine wirkliche Mehrheit für diese Variante gibt es mit immerhin zwei Drittel aber nur in Stirpe und Weckinghausen selbst.  

Die Ergebnisse der Umfrage für Erwitte finden Sie hier.

Die Haushalts-Befragung erfolgte im Zeitraum vom  27. November bis 6. Dezember 2009 mittels Computer-unterstützter Telefon-Interviews (sog. CATI-Methode). Das Marktforschungsinstitut aproxima aus Weimar hat jeweils 500 Einwohner aus Warstein und Erwitte befragt. Unter Berücksichtigung der bei dieser anerkannten Methode üblichen geringen Fehlertoleranz ist das Ergebnis repräsentativ.

 

 

 

 

Ansprechpartner


Thomas Frye

Tel:02931 878-159
Fax:02931 878-285
E-Mail

Stephan Britten
Dipl.-Ing.
Tel:02931 878-271
Fax:02931 878-285
E-Mail