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Südwestfalen ist als führender Industriestandort in Nordrhein-Westfalen von der reibungslosen Energieversorgung besonders abhängig. Der Industrieanteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung liegt bei 40 Prozent (Bund: 22 Prozent, NRW: 21 Prozent). Die Vollversammlung der IHK Arnsberg hat am 21.11.2014 einstimmig die neuen Energiepolitischen Positionen der Wirtschaft beschlossen. Vorausgegangen waren Beratungen im IHK Ausschuss für Raumordnung und Umweltschutz, im IHK Präsidium und vielen Gesprächen mit unterschiedlichsten Interessenvertretern der Wirtschaft. Energie für NRW - Das Gesamtinteresse der Wirtschaft:

Energiewende im Strommarkt – Folgen für die Industrie in Südwestfalen

Die Studie, die die drei südwestfälischen Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen beim „Institut der deutschen Wirtschaft Köln GmbH“ (IW Consult) beauftragt hatten, zeigt die hohe Stromabhängigkeit Südwestfalens und damit die besondere Verwundbarkeit durch die Energiepolitik. Im Rahmen der Unternehmensbefragung hat sich gezeigt, dass die Industrieunternehmen auf stark steigende Energiepreise mit einer Verringerung der Investitionen am Standort reagieren. Wenn aber die Wertschöpfungsketten reißen besteht die Gefahr einer schleichenden Aushöhlung des Industriestandortes Südwestfalen.

Tagesaktuell und transparent

Stromproduktion Wind, Solar, Konventionell Vortagesproduktion im Vergleich Quelle: transparency.eex

Fakten, Fakten, Fakten

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE liefert wöchentlich Daten der Leistungen von Photovoltaik, Wind und konventionellen Energien.

Energie(-wende) verstehen:

Leistung und Arbeit - was ist der Unterschied?

Häufig wird bei Erneuerbaren Energien nur die installierte Leistung publiziert. Das was die Anlage "kann".  Das ist zwar eine wichtige Kenngröße, sagt aber nun gar nichts darüber aus, wieviel Strom das Windrad oder die Photovoltaikzelle tatsächlich geliefert hat (geleistete Arbeit). Dazu braucht man noch die Zeit des Einsatzes. Kurzum, es ist nicht entscheidend, wieviele Busse im Depot stehen, sondern wie häufig und mit wie vielen Personen die Busse im Einsatz waren. mehr...

 

Regelleistung - was ist denn das?

Ein ständiges Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -abnahme ist eine zwingende Voraussetzung für eine stabile und zuverlässige Stromversorgung. Zu Vergleichen mit einer Wippe.

"Regelleistung" wird benötigt, sobald die Summe der Einspeisungen von der Summe der  Entnahmen abweicht. Kurzum, die Wippe neigt sich in eine Richtung, sie kippt und muss (durch Regelleistung) ausbalanciert werden.   Eine Schieflage im Stromnetz führt zu sogenannten Frequenzverschiebungen, die dann im gesamten elektrischen Energieversorgungssystem Europas spürbar sind. mehr...

 

Markt oder Plan - warum ist das wichtig?

Auf einem Markt treffen sich Angebot und Nachfrage. Der Preis wird höher, wenn viele nachfragen und umgekehrt. Anbieter und Nachfrager sind stets bemüht, für sich optimale Preise zu erzielen. Davon profitieren alle.

Gibt es eine "Planwirtschaft", werden Produktmengen und -preise (politisch) festgelegt. Dies berücksichtigt nicht die Wünsche von Anbietern,  Nachfragern und Marktgestaltern. Hiervon kann - wenn überhaupt - stets nur eine Seite profitieren.

Die Strombörse funktioniert. Die festgelegten Produktmengen und -preise im Elektrizitätsmarkt funktionieren dagegen nicht mehr.

Und was kostet morgen ein "Kilo Watt pro Stunde"? mehr...

Südwestfalen energetisch-regional:

8. Südwestfälischer Energietag am 29.03.2917 in Soest Rückblick

7. Südwestfälischer Energietag am 18.03.2015 in Soest mehr...

6. Südwestfälischer Energietag am 06.03.2013 in Soest mehr... 



© Benita Wister /
Südwestfalen Agentur GmbH


Sichtweisen:

Juli 2015

Die Kopplung der Strommärkte wird Pflicht, die Überprüfung der Strompreiszonen aber auch auch

Ab dem 14. August werden die Regeln zur Kapazitätsvergabe und Engpassmanagement (CACM-Code) verbindlich. Durch grenzüberschreitenden Stromhandel sollen sich die Preisniveaus angleichen. Die Stromkunden sollen dadurch 2,5 bis 4 Mrd. Euro im Jahr sparen. Zudem werden Regeln für die Überprüfung bestehender Preiszonen festgelegt.

Beurteilung: Die Maßnahmen zur Marktkopplung sind richtige und überfällige Schritte auf dem Weg zu einem europäischen Strommarkt. Europa profitiert erheblich von einer immer engeren Integration der nationalen Energiemärkte. Beim innerdeutschen Netzausbau darf es keine weitere Verzögerung geben. Die Festlegung einheitlicher Spielregeln für die Gestaltung von Preiszonen ist ein letzter Warnschuss Richtung Deutschland.

Die Verordnung finden Sie hier auf den Webseiten der EU. 

 


 

Juli 2015

ENTSO-E Ausblick über europäische Stromversorgungssicherheit bis 2025

 

Die wichtigsten Entwicklungen aus Sicht von ENTSO-E, dem Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber:

  • Stromnachfrage wird bis 2025 jährlich um 0,8% steigen
  • Konventionelle Stromerzeugung nimmt stärker ab
  • Gas wird Kohle ersetzen
  • Installierte KWK Leistung wird bis 2020 gleich bleiben
  • Bei Wasserkraftanlagen kein Zubau erwartet
  • Installierte Leistung bei Wind und Solar wird weiterhin steigen
  • Nettostromerzeugungskapazität bis 2025: +146 GW
    aber, tatsächliche verlässliche Kapazit dabei: +9 GW
  • Grenzüberschreitende Stromimporte und -exporte sind zwingend erforderlich
  • Deutschland wird unter Extremwetterbedingungen zunehmend auf Importe angewiesen sein

Den vollständigen Bericht  inklusiver detaillierter Länderstudien können unter folgendem Link direkt abgerufen werden:

Scenario outlook & adequacy forecast

Ansprechpartner


Michael Beringhoff
Dipl.-Ing.
Tel:02931 878-148
Fax:02931 878-285
E-Mail

Aktuell

Wind an Land: Rekordzubau 2017

Rund 1.800 Anlagen mit insgesamt 5.333 MW wurden bundesweit neu installiert.  Damit liegt der Zubau rund 15 Prozent über dem Rekordjahr 2016. Für das laufende Jahr erwarten die Branchenverbände einen Neubau von rund 3.500 MW. Zum 31.12.2017 waren insgesamt 28.675 Windräder an Land am Netz. (Quelle DIHK)

 

IRENA: Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien sinken weltweit
Die IRENA-Studie kann hier heruntergeladen werden.


Stromzusatzkosten senken!

In den letzten Jahren sind die Stromzusatzkosten aus Umlagen und Stromsteuer kontinuierlich gestiegen und betrugen im Jahr 2017 rund 35 Mrd. Euro. Im Ergebnis haben sich die Strompreise zu einem echten Standortnachteil in Deutschland entwickelt.
IHK-Energiewende-Barometer 2017



Energieverbrauch in Deutschland sinkt - trotz Wirtschaftswachstum

Der Energieverbrauch in Deutschland ist im ersten Quartal 2017 um 1,4 Prozent zurückgegangen, trotz Wirtschaftswachstums.
Statistik Primärenergieverbrauch

 

IHK NRW:

Energie für NRW - Das Gesamtinteresse der Wirtschaft

mehr...

 

DIHK Stellungnahmen

Mit Stellungnahmen zur Energiepolitik greift der DIHK im Sinne einer wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft in die öffentliche Diskussion ein.

 

 

IWR und MKULNV NRW:

Energiestatistik NRW mehr...

 

 

 

 

 

Einblick:

 

Online-Messung der Netzfrequenz
(50 Hertz)
mehr...
Quelle: Dipl.-Ing. Thomas Gobmaier, München

 

Netzstabilität: 49,5 Hz-Nachrüstung bestimmter Anlagen
mehr...
Quelle: WESTNETZ

 

Strompreise
Die Debatte über steigende Strompreise ist in vollem Gange.
Das Faktenpapier "Strompreis" der IHK Organisation erläutert die Hintergründe.  mehr...

 

Regionale Verteilung regenerativer Stromerzeugungs-
anlagen:
 Daten 
Quelle: BDEW