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Aus- und Weiterbildung

Neuordnungsverfahren Berufe

Teilnovellierung der Metall- und Elektroberufe sowie im Beruf Mechatroniker/-in

Um die Auszubildenden für die Anforderungen der digitalisierten Wirtschaft fit zu machen – Stichwort „Industrie 4.0 – wurden die Ausbildungsinhalte der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie des Berufs Mechatroniker/-in angepasst. Zum 1. August 2018 treten die entsprechenden Änderungsverordnungen in Kraft, die die Themen „Industrie 4.0“ und "Digitales Arbeiten" als neue Ausbildungsinhalte einführen.

Die Änderungsverordnungen wurden im Bundesgesetzblatt veröffentlicht:
Metallberufe
Elektroberufe
Mechatroniker/-in

Zusätzliche Orientierung gibt ein IHK-Leitfaden für Ausbildungsbetriebe, Auszubildende und Prüferinnen und Prüfer. Geplant ist auch eine Umsetzungshilfe des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB).

Zur Teilnahme an der Informationsveranstaltung am 12.09. bitten wir um eine Anmeldung über das grüne Anmeldefeld. Vielen Dank.

Anmeldung "Teilnovellierung der Metall- und Elektroberufe"

Inhalte der Novellierung

Es kommt eine neue integrative Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ hinzu.

Folgende Berufsbildpositionen wurden aktualisiert:
•Betriebliche und technische Kommunikation
•Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
•Geschäftsprozesse und Qualitätsmanagement im Einsatzgebiet

Neu sind optionale Zusatzqualifikationen (ZQ), die ab dem Inkrafttreten in neuen und bereits bestehenden Ausbildungsverhältnissen genutzt werden können.

Für die industriellen Metallberufe sind dies die ZQ
•Systemintegration,
•Prozessintegration,
•Additive Fertigungsverfahren,
•IT-gestützte Anlagenänderung.

Für die industriellen Elektroberufe sind dies die ZQ
•Digitale Vernetzung,
•Programmierung,
•IT-Sicherheit.

Für den Beruf Mechatroniker/-in sind dies die ZQ
•Digitale Vernetzung,
•Programmierung,
•IT-Sicherheit,
•Additive Fertigungsverfahren.

Die Prüfung der jeweiligen Zusatzqualifikation wird als fallbezogenes Fachgespräch auf Basis einer im Ausbildungsbetrieb durchgeführten Praxisaufgabe abgelegt. Das Fachgespräch findet im Rahmen der Abschlussprüfung Teil 2 als gesonderte Prüfung statt. Eine Anmeldung hierzu erfolgt im Zusammenhang mit der Anmeldung  zum Teil 2 der Abschlussprüfung.

Im Kontext der zunehmenden Digitalisierung plant das Berufskolleg Berliner Platz in Arnsberg ab dem Schuljahr 2019/2020 die Beschulung von Elektronikern für Automatisierungstechnik. Die Schulleitung reagiert damit auf die Nachfrage von Ausbildungsbetrieben, welche stärker in Automatisierung und Vernetzung qualifizieren möchten. Die Bildung der Fachklasse wird beim Schulträger beantragt. Für weitere interessierte Betriebe stehen das Berufskolleg oder die IHK als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

 

Stufe I der Novellierung der IT-Berufe: Weiterführende Informationen zu den Änderungen

Mit der Veröffentlichung der Änderungsverordnung wird die Stufe I der Neuordnung der IT-Berufe erfolgreich abgeschlossen. Die Struktur der Berufe einschließlich der Prüfungsanforderungen bleibt dabei unverändert. Es wurden keine Zusatzqualifikationen o.ä. aufgenommen. Die wesentliche Neuerung besteht in einer inhaltlichen Nachschärfung in den Bereichen IT-Sicherheit und personaler Kompetenzen. Die Änderungen im Einzelnen:

• In allen vier Ausbildungsberufen wird ein Richtlernziel der Berufsbildposition 3.1 „Informieren und Kommunizieren“ mit Bezug auf digitale Medien erweitert.
• In allen vier Ausbildungsberufen wird die Berufsbildposition 5.4 um das Thema „IT-Sicherheit“ ergänzt; die dahinterliegenden Richtlernziele erweitert.
• In allen vier Ausbildungsberufen werden die Prüfungsanforderungen in der GH II zur IT-Sicherheit ergänzt.
In den einzelnen Berufen werden darüber hinaus zusätzliche Änderungen vorgenommen:
• Beim IT-System-Elektroniker wird die Berufsbildposition 7.4 „Netzwerke“ um zwei Richtlernziele erweitert (Angriffsszenarien sowie Implementation von Systemen zur IT-Sicherheit)
• Beim Fachinformatiker wird ein Richtlernziel der Berufsbildposition 6.2 „Programmerstellung und -dokumentation“ um das Thema IT-Sicherheit ergänzt.
• Beim Fachinformatiker in der Fachrichtung Systemintegration wird die Berufsbildposition 8.2 „Netzwerke“ um zwei Richtlernziele erweitert (Angriffsszenarien sowie Implementation von Systemen zur IT-Sicherheit)
• Beim IT-System-Kaufmann und Informatikkaufmann (INFK) wird die Berufsbildposition 8.2 „Konzeption“ erweitert (Entwicklung von Lösungsvarianten auch unter sicherheitsrelevanten Aspekten).

Die Länderseite ist der Auffassung, dass diese Änderungen mit den offenen Formulierungen in den bestehenden Rahmenlehrplänen aufgefangen werden können. Auf eine formale Änderung der Rahmenlehrpläne wurde daher verzichtet.
Bestehende Ausbildungsverhältnisse genießen einen Bestandsschutz. Bestehende Ausbildungsverhältnisse können umgeschrieben werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren und die Zwischenprüfung noch nicht absolviert worden ist (§ 29).
Auf Grund der vergleichsweise geringen Änderungen haben sich die Sachverständigen darauf verständigt, auf die Erarbeitung einer Umsetzungshilfe zu verzichten. Vielmehr arbeiten sie zurzeit mit Hochdruck an der Stufe II der Neuordnung, die eine Neufassung der Inhalte vorsieht.

Weiterführende Informationen finden Sie unter https://wm.ihk.de/x/HYBPEg. Eine Musterpräsentation von BITKOM steht seit der Informationsveranstaltung „Neue Berufe 2018/2019“ unter dem folgenden Link zur Verfügung "Präsentation".


Hinweis:

Das Führen von Ausbildungsnachweisen (Berichtsheften) ist selbstverständlich nach wie vor Bestandteil der Ausbildung, auch wenn die betroffenen Paragraphen gestrichen wurden. Sie finden sich jedoch nunmehr im Berufsbildungsgesetz. Daher ist eine Regelung in einer nachgeordneten Ausbildungsordnung nicht mehr zulässig.

Ihr Ansprechpartner

im Hochsauerlandkreis


Bernd Wieneke
Dipl.-Ing.
Tel:02931 878-110
Fax:02931 878-8110
E-Mail

im Kreis Soest


Angela Rademacher

Tel:02931 878-113
Fax:02931 878-8113
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