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politik
Dynamische Netzentgelte: Flexibilisierung als nächster Schritt im Energiesystem
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it dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Energiesystem verändern sich die Lastverläufe im Stromnetz grundlegend. Zeitliche und regionale Unterschiede zwischen Stromerzeugung und -verbrauch führen zunehmend zu lokalen Überlastungen der Netze. Aktuell können solche Engpässe nur durch sogenannte „RedispatchMaßnahmen“ ausgeglichen werden, bei denen Erzeugungsanlagen gezielt an- und abgeschaltet werden, um das Netz zu entlasten. Die Kosten hierfür
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beliefen sich nach Angaben der Bundesnetzagentur im Jahr 2024 auf rund 2,7 Milliarden Euro – mit steigender Tendenz. Vor diesem Hintergrund diskutieren die Bundesnetzagentur und die Übertragungsnetzbetreiber im Rahmen der „Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom“ (AgNes) neue Ansätze für ein effizienteres Engpassmanagement. Ziel ist es, das bestehende System stärker an die Anforderungen eines zunehmend an die Realität eines neuen Energiesystems anzupassen. An-
ders als im heutigen System, in dem Netzentgelte zeitlich weitgehend einheitlich sind, könnten sich diese künftig im 15-Minuten-Takt an die aktuelle Netzsituation orientieren. Grundlage hierfür wäre das tatsächliche Verhältnis zwischen Verbrauch und Erzeugung: In Zeiten hoher Auslastung würden die Entgelte steigen, bei geringer Belastung entsprechend sinken. Durch diese Maßnahme sollen zwei zentrale Anreizeffekte erzielt werden. Zum einen soll innerhalb einer Region der Ausbau von Erzeugungsanlagen und
wirtschaft 05+06/2026
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