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politik

Foto: New Africa - stock.Adobe.com

Passfoto-Gebühren und PointID: Wirtschaft fordert faire Regeln Die Erhöhung der Gebühr für den Personalausweis setzt private Anbieter von Passbildern massiv unter Druck. Während Kommunen und Bundesdruckerei finanziell profitieren, geraten Fotofachhandel und Automatenbetreiber ins Hintertreffen – mit Folgen für Wettbewerb, Wahlfreiheit und Innenstädte.

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ie deutsche Wirtschaft braucht verlässliche und schnelle Prozesse bei der Erstellung von Ausweisdokumenten: Geschäftsreisen, internationale Mobilität, Beschäftigungsverhältnisse und viele digitale Verwaltungsprozesse setzen gültige Ausweise voraus – und damit auch aktuelle Passfotos. Verzögerungen oder Einschränkungen bei der Lichtbilderstellung können direkte Auswirkungen auf Unternehmen und Beschäftigte haben. Private Anbieter bewährt Die notwendigen Bilder werden seit Langem verlässlich von Unternehmen

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der Privatwirtschaft erstellt, etwa dem Fotofachhandel, Drogeriemärkten oder Automatenbetreibern. Seit Mai 2025 auch mit der geforderten digitalen Übermittlung, die sicherstellt, dass keine gemorphten, also computergestützt verfremdeten, Fotos auf offizielle Dokumente gelangen. Um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, haben die Betriebe in den letzten fünf Jahren erhebliche Mittel investiert. Grundlage für die sichere digitale Übermittlung der Lichtbilder ist das „Gesetz zur Stärkung der Sicherheit im Pass- und Ausweiswesen“, das der Bundestag im Jahr 2020 verabschiedet hat und das ausdrücklich eine Wahlfreiheit bei der Lichtbilderstellung für Ausweisdoku-

mente vorsieht – für Bürgerinnen und Bürger aber auch für die Kommunen. Staatsbetrieb im Vorteil Auch die Bundesdruckerei, ein staatliches Unternehmen, hat investiert und ein Aufnahmesystem für biometrische Daten namens PointID entwickelt, mit dem nun möglichst viele Kommunen ausgestattet werden sollen. 171 Millionen Euro sollen rund 10.000 PointIDLichtbild-Automaten für 6.000 Kommunen über einen Zeitraum von fünf Jahren kosten. Die Finanzierung sollte über eine Lichtbildgebühr von sechs Euro erfolgen, die die Kommunen erheben und an die Bundesdruckerei wei-

wirtschaft 03+04/2026


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