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aus der region

120 Jahre Curt Stolper GmbH in Soest Als der 22 Jahre junge Curt Stolper 1905 einen 30 Quadratmeter großen Tante-Emma-Laden eröffnet hat, waren viele Dinge noch undenkbar: Kunden, die selbst zu Kassierern werden, der Einkaufsladen als Bank-Ersatz, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz haben heute jedoch längst Einzug gehalten, wie Peter Schmitz berichtet. Er führt seit 25 Jahren und in vierter Generation die eigenständigen Stolper-Märkte als Partner von Rewe Dortmund. Der Hauptsitz der vier Märkte in Soest und Bad Sassendorf liegt an der Clevischen Straße im Soester Westen. „Die Grundstruktur des Supermarktes hat sich nicht verändert“, betont Peter Schmitz. Man spüre allerdings den Fachkräftemangel, so der SupermarktChef, der die hauseigene Fleisch- und Wurstproduktion als Beispiel nennt: Für die Fleischtheken in den drei Märkten an der Clevischen Straße, der Jakobistraße und in Bad Sassendorf brauche es 60 bis 65 Köpfe. Und obwohl im eigenen Haus ausgebildet wird: Immer weniger würden den Beruf des Fleischereifachverkäufers lernen wollen, so Schmitz. Und während früher in den Einkaufkörben Brot, Eier, Milch und Kartoffeln oder Haushaltswaren – alles unverpackt – landete, hätten inzwischen die Zusatzleistungen stark an Bedeutung gewonnen, wie Peter Schmitz berichtet. Eines der wichtigsten Angebote heute: Bargeld-Abhebungen. Laut Bankgesetz dürfen an der Kasse ma-

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Foto: Daniel Schröder/Soester Anzeiger

Peter Schmitz führt seit 25 Jahren die Stolper-Märkte in Soest und Bad Sassendorf.

ximal 200 Euro pro Kunde herausgegeben werden. „Wir haben die Funktion der Bank um die Ecke übernommen, das hat mich selbst erstaunt“, sagt der Stolper-Chef. Einer der wichtigsten Schritte der vergangenen 30 Jahre sei die Einführung der Scanner-Kassen gewesen. Mittlerweile kassieren viele Kunden ihren Einkauf selbst – unter der Aufsicht eines Mitarbeiters, der darauf achtet, dass alles rund läuft. Außerdem arbeitet im Hintergrund eine Künstliche Intelligenz, die Alarm schlägt, wenn ihr ein ungewöhnlicher Einkauf auffällt. Das System erkennt aufgrund von Erfahrungswerten, wenn mutmaßlich etwas nicht eingescannt wurde, obwohl es nach aller Wahrscheinlichkeit im Korb liegen müsste. Dann könne es zu Stichproben kommen, erklärt Schmitz.

KI ist auch bei der Nachbestellung der Ware nicht mehr wegzudenken. Sie erkennt, wenn Bestände aufgefüllt werden müssen oder einzelne Artikel wegen Feiertagen bald vermutlich stärker nachgefragt werden könnten. Die menschliche Arbeit werde dadurch aber nicht weniger – „die Bestandspflege ist sehr aufwendig“, so Schmitz. Beim Blick in die Zukunft ist der Supermarkt-Chef ist überzeugt, dass der Lebensmittel-Einzelhandel weiterhin eine wichtige Rolle für die Nahversorgung spielen werde. Aber es werde weitere Veränderungen geben: Zum Beispiel könnten Einkäufe an der Kasse bald nicht mehr ausgepackt werden müssen, sondern auf einen Schlag gescannt werden – auch solche Entwicklungen seinen dem Fachkräftemangel geschuldet.  (Quelle: Daniel Schröder/Soester Anzeiger)

wirtschaft 03+04/2026


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