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Foto: Tobias Arhelger - stock.Adobe.com
stammen etwa 95 Prozent der Windkraft an Land und 98 Prozent der Freiflächen-PV-Anlagen aus ländlichen Räumen. Für eine erfolgreiche Energiewende müssen diese Potenziale strategisch ausgebaut werden – unter Berücksichtigung anderer Nutzungen. Besonders für Südwestfalen ist die Verbindung aus Industriestandort und Energieerzeugung zentral: Unternehmen benötigen planbare, bezahlbare Energie – und die Region hat die Flächen und Ressourcen dafür. 2. Zukunft braucht Fläche – und flexible Planung Obwohl 91 Prozent der Fläche Deutschlands ländlich geprägt sind, wird es immer schwieriger, passende Gewerbe- und Industrieflächen zu finden. Strenge Vorgaben, umfangreiche Schutzkulissen und starre Planungssysteme schränken die Entwicklung ein. Gerade für die wirtschaftsstarke Region Südwestfalen, die bei Fläche traditionell unter Druck steht, ist dies
wirtschaft 03+04/2026
entscheidend. Neue Ansiedlungen und Erweiterungen dürfen nicht an starren Grenzen des Planungsrechts scheitern. 3. Fachkräfte und Nachfolge sichern Der ländliche Raum stellt rund 60 Prozent aller Ausbildungsplätze in Deutschland bereit – eine enorme Stärke. Gleichzeitig steigt der Druck durch demografischen Wandel und den Wettbewerb um Talente. Für Südwestfalen gilt: Die Region bietet gute Lebensbedingungen, attraktive Arbeitgeber und stabile Strukturen – das muss sichtbarer werden, auch überregional. 4. Mobilität neu denken Mobilität entscheidet über wirtschaftliche Teilhabe – besonders im ländlichen Raum. Ohne funktionierende Mobilität gibt es weder Fachkräfte noch Wachstum. Viele Betriebe im Hochsauerlandkreis und dem Kreis Soest sind auf reibungslose Logistik angewiesen – von Werkverkehren bis Lieferketten.
5. + 6. Nahversorgung und Wohnen: Lebensqualität sichern Die DIHK macht deutlich: Ländlicher Raum braucht verlässliche Versorgung – und neue Wege, sie zu organisieren. Beim Wohnen fehlt es insbesondere an kleineren Einheiten für Auszubildende, junge Fachkräfte und Ältere – ein bekanntes Thema auch bei vielen Kommunen im HSK und Kreis Soest. 7. Digitalisierung beschleunigen Nur 36 Prozent der Haushalte in ländlichen Regionen verfügen über GigabitAnschlüsse – ein deutliches Defizit. Die digitale Ausstattung entscheidet darüber, ob Unternehmen bleiben, wachsen oder wegziehen. 8. Innovationskraft stärken Viele Regionen haben starke Cluster: Maschinenbau, Photonik, Automobilzulieferer oder Mikrotechnik – wie teilweise auch in Südwestfalen. Ländliche Räume können Innovationsinseln sein, wenn Rahmenbedingungen stimmen. Ländliche Räume brauchen Priorität Der ländliche Raum ist kein Hinterland. Er ist Herzstück der Wertschöpfung, Garant für Versorgungssicherheit und Raum für Zukunftstechnologien. Die DIHK-Position 2025 zeigt, was es braucht, um dieses Potenzial zu heben. Für den Wirtschaftsraum HellwegSauerland gilt mehr denn je: Er hat die Stärken – jetzt braucht er die richtigen politischen und planerischen Rahmenbedingungen, um sie voll auszuspielen. Die IHK Arnsberg setzt sich dafür ein, dass die Perspektiven der Unternehmen gehört werden – in Düsseldorf, Berlin und Brüssel.
Sina Sossna 02931 878-161 sossna@arnsberg.ihk.de w ww.landkann.de
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