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den Standort Deutschland sehen. Neben der schwachen Inlandsnachfrage zählen vor allem hohe Arbeitskosten, ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise zu den zentralen Belastungsfaktoren. Auslandsinvestitionen werden damit zunehmend als Instrument genutzt, um strukturelle Standortnachteile auszugleichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Bereitschaft zu Standort- oder Teilverlagerungen bleibt unverändert. Wie im Vorjahr ziehen 18 Prozent der Industriebetriebe entsprechende Schritte konkret in Betracht.
wirtschaft 03+04/2026
Insgesamt zeichnen sich die Auslandsinvestitionen der Industrie weniger durch Rückzug als durch eine strategische Neuausrichtung aus. Die Unternehmen reagieren auf veränderte Kostenstrukturen, geopolitische Risiken und wirtschaftspolitische Unsicherheiten, indem sie ihre Investitionsschwerpunkte anpassen. Die Eurozone gewinnt wieder an Bedeutung und Kostenaspekte rücken stärker in den Vordergrund. Zugleich wird deutlich, dass die Bereitschaft zu Auslandsinvestitionen weiterhin vorhanden ist – während die Investitionsbereitschaft am Standort Deutschland stagniert. von Franziska Petri
Bereitschaft zu Verlagerungen
bleibt unverändert
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