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INHALT:

titel I konjunktur

Neuausrichtung der Auslandsinvestitionen Die Bereitschaft der Industrieunternehmen im Hochsauerlandkreis und Kreis Soest, im Ausland zu investieren, bleibt insgesamt konstant. Nach wie vor engagieren sich rund 43 Prozent der Industrieunternehmen außerhalb Deutschlands. Von ihnen wiederum beabsichtigen 33 Prozent, ihre Investitionen im Ausland auszuweiten, während 42 Prozent ihr bestehendes Niveau beibehalten. Damit geht das Plus bei den Auslandsinvestitionen zum Vorjahr (46% weiteten aus) deutlich zurück. Die Unternehmen passen ihre Investitionsstrategie an veränderte wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen an.

I Nordamerika verliert an

Attraktivität

m Vergleich zum Vorjahr haben sich die regionalen Schwerpunkte verschoben. Während Nordamerika im vergangenen Jahr stark an Bedeutung gewonnen und die Eurozone deutlich überholt hatte, ist diese Entwicklung inzwischen gestoppt. Der Anteil der Unternehmen, die Investitionen in Nordamerika planen, ist von 43 auf 24 Prozent zurückgegangen – ein Minus von 19 Prozentpunkten. Die Region verliert aus Sicht der Unternehmen deutlich an Attraktivität; vermutlich bedingt durch die unsichere politische Situation und die damit einhergehende fehlende Planungssicherheit. Eurozone rückt in den Fokus Gleichzeitig rückt Europa wieder stärker in den Fokus der Industrieunternehmen. Mit einem Anteil von 50 Prozent ist die Eurozone die mit Abstand wichtigste Zielregion für Auslandsinvestitionen. Die Betriebe aus dem Hochsauerlandkreis und dem Kreis Soest konzentrieren ihre internationalen Aktivitäten wieder stärker auf den europäischen Wirtschaftsraum. Dies deutet auf eine bewusste Neuausrichtung vor dem Hintergrund einer angespannten weltpolitischen Gesamtlage hin. Die Regionen China sowie Asien/Pazifik gewinnen leicht an Bedeutung. Der Anteil der Unternehmen, die dort Investitionen planen,

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nimmt jeweils um vier Prozentpunkte zu. Südwestfalenweit ist für diese Regionen eine deutliche Zunahme zu erkennen: Allein der Anteil der Unternehmen mit geplanten Investitionen in der Asien-Pazifik-Region ist von 17 auf 26 Prozent gestiegen. Auch Investitionen in China nehmen zu. Im Hochsauerlandkreis sowie im Kreis Soest fällt dieser Anstieg weniger stark aus. Einsparpotenziale bei Kosten Die Kostensituation im Inland treibt viele Unternehmen ins Ausland, wodurch sich die Nennungen der Motive für Auslandsinvestitionen verändern. Nannten 2025 noch 45 Prozent das Kostenmotiv für ausschlaggebend, sind es nun 63 Prozent. Der Anteil derer, die im Ausland produzieren, um neue Absatzmärkte zu erschließen, ist um 13 Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei 16 Prozent. In der aktuellen Umfrage wurde zudem abgefragt, in welchen Bereichen Einsparpotenziale gesehen werden. An erster Stelle stehen dabei Personalkosten, die von 80 Prozent der Unternehmen genannt werden. Es folgen Energiekosten mit 66 Prozent sowie der Bürokratieaufwand mit 55 Prozent. Diese Ergebnisse korrespondieren unmittelbar mit den größten Risiken, die Industrieunternehmen für

wirtschaft 03+04/2026


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