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Willkommen im Macherland Eine Region, reich an Wasser, Holz und Metall; Unternehmer, die Ideenreichtum mit Bodenständigkeit verbinden; Betriebe, die heute weltweit erfolgreich sind: Das Jubiläum der IHK Arnsberg ist Anstoß gewesen, genauer auf die wirtschaftlich starke Region Hellweg-Sauerland und ihre Geschichte zu schauen. Das Sauerland-Museum in Arnsberg hat deshalb die Ausstellung „Macherland. Wo Industrie Geschichte schreibt.“ konzipiert. Im Juni wird sie eröffnet.

I Auf 540 Quadratmetern gibt es

Einblicke in die

wirtschaftliche

Entwicklung der Region

m Frühjahr liefen die Vorbereitungen noch auf Hochtouren. Trotzdem hat sich Museumsleiter Dr. Oliver Schmidt die Zeit genommen, mit der wirtschaft über die bevorstehende Sonderausstellung zu sprechen. In drei Räumen und auf insgesamt 540 Quadratmetern erwarten die Besucher ab Juni Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung der Region. „Wir blicken auf insgesamt 200 Jahre Geschichte und zeigen diese mit 300 Exponaten“, berichtet Dr. Oliver Schmidt. Dies sei nicht zuletzt durch die Mitwirkung von etwa 40 Unternehmen möglich, die Informationen, Dokumente und Ausstellungsstücke aus ihrer eigenen Geschichte zur Verfügung stellen. Die ersten Ideen zu der Ausstellung gab es 2024, konkreter wurde es im Sommer 2025 in Gesprächen mit der IHK Arnsberg und schließlich ist im Januar dieses Jahres zwischen IHK und dem Hochsauerlandkreis als Träger des Museums eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben worden, um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Industrialisierung der Region in einer großen Sonderausstellung zu präsentieren. Rohstoffe als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg „Wir wollen damit zeigen, wie spannend die Geschichte der Region ist, und dabei insbesondere das ,Macherland‘ herausstellen, also das, was die Betriebe auszeichnet: Es gibt zahlreiche mittelständische Familienunter-

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nehmen, die bereits seit Generationen existieren und die innovativ, flexibel und handlungsorientiert agieren. Sie haben die Region wirtschaftlich zu dem gemacht, was sie heute ist“, betont Dr. Oliver Schmidt. Die Voraussetzungen dafür seien von Beginn an sehr gut gewesen: Wasser-, Holzund Metallvorkommen hätten vor 200 Jahren insbesondere metallverarbeitende Betriebe gedeihen lassen, wie zum Beispiel Hammerwerke, Schmieden und Gießereien. Der Region habe damals aber auch etwas Entscheidendes gefehlt: Die Eisenbahn. Ohne diese seien der wirtschaftlichen Entwicklung klare Grenzen gesetzt gewesen, so Schmidt. Um die Verkehrsinfrastruktur in der Region zu verbessern, schlossen sich Mitte des 19. Jahrhunderts daher Unternehmer zusammen, und verliehen dadurch gleichzeitig ihren Anliegen und Bedürfnissen eine gemeinsame Stimme. Das war die Geburtsstunde der IHK Arnsberg. 20 Jahre später folgte, was so dringend benötigt wurde: Die Eisenbahn wurde gebaut, 1871 erhielt Arnsberg einen Anschluss, 1872 wurde sie in der Region fertig gestellt. Ende des 19. Jahrhunderts folgte die Elektrifizierung. Der eigentliche Boom, der den wirtschaftlich großen Erfolg der Region beschleunigte, erfolgte allerdings erst nach dem 2. Weltkrieg. „Die heimischen Produkte zeichneten sich durch eine hohe Qualität sowie durch lange Garantiezeiten aus“, berichtet der Museumschef. „Und es wurden Marken herausgebildet, die Bestand haben. Die gan-

wirtschaft 05+06/2026


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