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Kammeranbau an der Königstraße, hier das Richtfest mit Präsident Alfred Padberg und Hauptgeschäftsführer Wilfrid Maul am 2. Dezember 1983 (WWA, K 6 Nr. 970).
Nach der Machtergreifung der
Nationalsozialisten wurden die Industrie- und
Handelskammern formal aufgelöst
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1908 bis 1924 – Entwicklung des Kammergebietes zur „Handelskammer für das südöstliche Westfalen“ Im westfälischen Vergleich war das politische Gewicht der Handelskammer Arnsberg anfänglich eher gering. Eine Verbesserung dieser Situation konnte nur eine Vergrößerung des eigenen Kammerbezirks schaffen. Doch nach dem frühen Austritt des Kreises Olpe aus der Kammer (1857) bot erst die Gesetzesnovelle von 1897 in dieser Frage neue Möglichkeiten. Nach einigen Widerständen konnte sich die Kammer im Wettbewerb um die bis dahin kammerfreien Kreise Paderborn und Büren gegen die Konkurrenz der Handelskammer Bielefeld sowie dem Kaufmännischen Verein zu Paderborn durchsetzen. Ausschlaggebend für den Zuschlag waren wohl die engen Handelsbeziehungen zwischen dem Kammerbezirk und den Anschlusskandidaten sowie die Ähnlichkeit der wirtschaftlichen Strukturen. Am 19. Januar 1909 wurde der Anschluss per Verordnung rechtskräftig. Die „Handelskammer für die Kreise Arnsberg, Brilon und Meschede“ wurde in „Handelskammer für das südöstliche Westfalen“
umbenannt. In den folgenden Jahren traten weitere Kreise dem Kammerbezirk bei: Warburg (1911), Soest (1916) und Wittgenstein (1919). 1924 führte eine Novelle zum preußischen Kammergesetz zur Umbenennung der Handelskammer in „Industrie- und Handelskammer für das südöstliche Westfalen“. 1933 bis 1945 – Die IHK zu Arnsberg im Dritten Reich Im Zuge der Gleichschaltung im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie wurden die Industrie- und Handelskammern 1934 – ein Jahr nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten – dem Reichswirtschaftsministerium unterstellt. Die Vollversammlungen wurden zu beratenden Beiräten umfunktioniert. Mit der Gauwirtschaftskammer-Verordnung vom 20. April 1942 erfolgte die formale Auflösung der Industrie- und Handelskammern. Praktisch blieben sie jedoch weiterhin tätig. Mit Wirkung zum 1. April 1943 wurde die IHK zu Arnsberg als unselbständiger Kammerbezirk Arnsberg der neu gebildeten Gauwirtschaftskammer Westfalen-Süd mit Sitz in Dortmund eingegliedert. Neben Ge-
wirtschaft 05+06/2026
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