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INHALT:

nungen und handelspolitische Unsicherheiten prägen die Einschätzung der Unternehmen. Genannt werden vor allem die wirtschaftliche Entwicklung in China, die wachsende Unzuverlässigkeit der USA, der Krieg in der Ukraine sowie der Konflikt im Nahen Osten. Eine baldige Entspannung erwarten die Betriebe nicht. Entsprechend verhalten fällt die Investitionsneigung im Inland aus. 41 Prozent der Industriebetriebe reduzieren ihre Investitionsplanungen. Investiert wird vor allem in Ersatzbedarf und Rationalisierung, nicht in Expansion. Positiv bleiben lediglich die Auslandsinvestitionen. Auch am Arbeitsmarkt spitzt sich die Lage zu: Der Saldo der Beschäftigungspläne liegt bei minus 31 Punkten. Der Fach- und Arbeitskräftemangel verliert dabei weiter an Bedeutung – ein Indiz für den zunehmenden Anpassungsdruck. Die größten Risiken sieht die Industrie weiterhin in der schwachen Inlandsnachfrage, steigenden Arbeitskosten und ungünstigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Energie- und Rohstoffpreise werden in dieser Branche deutlich häufiger als Risikofaktor genannt als in anderen Bereichen. Alarmierend ist zudem, dass – wie bereits vor einem Jahr – 18 Prozent der Unternehmen konkret über Standort- oder Teilverlagerungen nachdenken. Bauwirtschaft: Volle Auftragsbücher, dünne Margen Anders stellt sich die Situation in der Bauwirtschaft dar. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage überwiegend positiv. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt – Teilbranchen-übergreifend im Tief-, Hoch und Ausbaugewerbe. Gleichzeitig bleibt der Blick nach vorn differenziert: Bauunternehmer Martin Feldhaus, Feldhaus Bauunternehmung GmbH & Co. KG, ordnet ein: „Wir erwarten im Jahr 2026 eine Verbesserung der Auftragslage in der Bauindustrie. Lediglich der Wohnungsbau wird wohl erst später wieder anziehen.“ Die Erwartungen sind insgesamt ausgesprochen optimistisch. Die Baubranche zeigt sich so zuversichtlich wie seit acht Jahren nicht mehr. Knapp ein Drittel der Unternehmen rechnet mit weiter anziehenden Geschäften, lediglich 15 Prozent erwarten eine Abschwächung.

wirtschaft 03+04/2026

Auch bei den Investitionen nimmt die Bauwirtschaft eine Sonderrolle ein. Keine andere Branche plant, derart stark zu investieren: 38 Prozent der Unternehmen weiten ihre Planungen aus, nur sechs Prozent fahren sie zurück. Als größte Risiken werden die Arbeitskosten genannt, gefolgt von der Inlandsnachfrage sowie dem Fach- und Arbeitskräftemangel. Trotz dieser Belastungsfaktoren bleibt der Bau zu Jahresbeginn 2026 eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft. Großhandel: Erwartungsaufschwung trifft schwache Realität Der Großhandel befindet sich weiterhin in einer schwierigen Lage. Der Lagesaldo liegt bei -22 Punkten und hat sich gegenüber dem Herbst kaum verändert. Ertragslage und Auftragsbestand bleiben ebenfalls negativ. Dennoch hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt: Der Erwartungssaldo springt von -47 Punkten im Herbst auf +17 Punkte. Ein positiver Erwartungssaldo war zuletzt zu Jahresbeginn 2022 zu beobachten. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede innerhalb der Branche. Der produktionsnahe Großhandel meldet sowohl eine bessere aktuelle Lage als auch wesentlich positivere Erwartungen als der konsumnahe Großhandel. Trotz des Stimmungsaufschwungs bleiben die strukturellen Probleme bestehen. Die Investitionsabsichten haben sich weiter verschlechtert, die Beschäftigungspläne verbessern sich lediglich leicht. Beide Salden liegen weiterhin klar im negativen Bereich. Als größte Risiken nennen die Großhändler unverändert die schwache Inlandsnachfrage und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Auffällig ist der starke Bedeutungszuwachs der Arbeitskosten, die gegenüber dem Herbst um 19 Punkte häufiger als Risikofaktor genannt werden. Auch der Außenhandel bleibt belastet: Sowohl die aktuelle Exportsituation als auch die Erwartungen liegen – ebenso wie in der Industrie – bei -4 Punkten. Gleichzeitig gewinnt die Auslandsnachfrage als Risikofaktor deutlich an Gewicht, was die fragile Exportlage zusätzlich unterstreicht.  von Stefan Severin

Wir

erwarten

im Jahr 2026 eine

Verbesserung der Auftragslage in

der Bauindustrie. Martin Feldhaus

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