![]() |
schaft und erhöhte Staatsausgaben, etwa für Sicherheit und Verteidigung, geben einzelnen Bereichen leichten Auftrieb. In der Breite kommt davon jedoch zu wenig an“, erklärt DIHKHauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Nur ein Viertel der Unternehmen bewertet seine Geschäftslage zu Jahresbeginn als gut, ein weiteres Viertel als schlecht, der Blick nach vorne ist nur geringfügig optimistischer als noch im Herbst: Jedes vierte Unternehmen
rechnet mit einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Als Geschäftsrisiken nennen die Unternehmen nicht nur konjunkturelle Risiken wie die schwache Nachfrage im Inland (59 Prozent). Sie sehen sich insbesondere auch durch strukturelle Faktoren wie gestiegene Arbeitskosten (59 Prozent), unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (58 Prozent) und hohe Energie- und Rohstoffpreise (48 Prozent) belastet.
Foto: DIHK
Zollkurs aus Washington trifft deutschen Außenhandel hart Der wichtigste Exportmarkt deutscher Unternehmen entwickelt sich vom Stabilitätsanker zum Risikofaktor für die deutsche Konjunktur. Knapp ein Jahr nach dem sogenannten Liberation Day und der jüngsten Ankündigung pauschaler US-Zölle auf Importe aus nahezu allen Ländern verschärfen sich die handelspolitischen Spannungen weiter – mit spürbaren Folgen für die deutsche Wirtschaft. Das zeigt eine Sonderauswertung der DIHK auf Basis der bundesweiten Umfrage deutscher Unternehmen mit Auslandsgeschäften. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen mit US-Geschäft nennen die handelspolitische Unsicherheit als be-
Foto: rarrarorro – stock.Adobe.com
sonderes Hindernis ihrer Aktivitäten. 54 Prozent berichten von steigenden Kosten in den Zollverfahren und wachsender Bürokratie. 37 Prozent aller befragten Unternehmen sind von sektoralen Zöllen auf Stahl und Aluminium
betroffen – im Maschinenbau sogar 62 Prozent – mit branchenübergreifenden Effekten entlang der Wertschöpfungsketten. Knapp drei Viertel der Unternehmen geben sie ganz oder teilweise an ihre US-Kunden weiter. Damit tragen zwar in erster Linie amerikanische Importeure und letztlich Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA die Kosten der Zollpolitik. Gleichzeitig schwächen die höheren Preise aber die Wettbewerbsposition deutscher Exportunternehmen im US-Markt. Für 13 Prozent der Betriebe sind die Konsequenzen bereits gravierend: Ihre Exporte in die USA gehen spürbar zurück oder brechen ganz weg.
„Ausbildungs-Ass“ ausgeschrieben: Kreative Ideen gesucht Um das „Ausbildungs-Ass“ 2026 der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) und der Junioren des Handwerks können sich bis zum 30. Juni 2026 Unternehmen, Institutionen, Schulen und Initiativen bewerben, die mit kreativen Ideen junge Menschen fördern und so zur Fachkräftesicherung beitragen. „Gerade jetzt brauchen wir Unternehmen, die Verantwortung übernehmen und mit innovativen, praxisnahen Kon-
wirtschaft 05+06/2026
zepten junge Menschen für eine duale Ausbildung begeistern“, sagt Heiko Kösling, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Der Wettbewerb in den drei Kategorien „Industrie, Handel oder Dienstleistungen“, „Handwerk“ und „Ausbildungsinitiativen“ ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Bewerbungen sind ab sofort möglich unter: www.ausbildungsass.de
Foto: WJD, Lukas Schramm
Heiko Kösling
5
LINK: powered by www.elkat.de