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Neue Rohstoffstrategie gefordert Angesichts zunehmender Risiken in der Rohstoffversorgung fordert
die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) eine neue Rohstoffstrategie der Bundesregierung. „Wer ein Smartphone in der Hand hält, hält Seltene Erden in der Hand – und damit ein Stück globaler Rohstoffabhängigkeit“, betont DIHKAußenwirtschaftschef Volker Treier. „Deutschland muss derzeit über 90 Prozent der metallischen Rohstoffe importieren. Die deutsche Wirtschaft ist daher auf eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Rohstoffversorgung angewiesen.“ Um diese künftig
zu sichern, sei eine Trendwende in der deutschen Rohstoffpolitik notwendig. Doch die rangierte laut einem neuen DIHK-Positionspapier „bisher oft eher als technisches oder wirtschaftliches Randthema“, obwohl es zentral sei. Treier: „Nur mit einer verlässlichen Rohstoffstrategie sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft.“ Das DIHK-Positionspapier mit konkreten Handlungsempfehlungen gibt es auf www.dihk.de.
DIHK warnt vor De-Industrialisierung Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht klare Anzeichen für eine De-Industrialisierung des Standortes Deutschland. „Mittelständische Betriebe verlagern ihre Produktion oder schließen ganz“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov der Nachrichtenagentur Reuters. Besonders die Industrie stehe massiv unter Druck. Seit 2019 seien dort bereits 400.000 Arbeitsplätze verloren gegangen; allein im Jahre
2025 habe es in der Industrie nach vorläufigen Berechnungen mehr als 1.600 Insolvenzen gegeben. Melnikov: „Das ist ein Alarmsignal für den Standort Deutschland. Die Ursachen sind eindeutig: gestiegene Arbeits- und Energiekosten, hohe Unternehmenssteuern und eine noch immer enorme Bürokratiebelastung. Wenn die Politik nicht konsequent gegensteuert, droht ein massiver Verlust von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen.“
Foto: tong2530 – stock.Adobe.com
DIHK-Expertin bringt Wirtschaftsperspektive in Hochschul-Qualitätssicherung ein Julia Flasdick, Hochschulexpertin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), wurde zum 1. Januar 2026 als stellvertretendes Mitglied für die Berufspraxis in den Akkreditierungsrat berufen – das zentrale Gremium der Länder, das über die Qualitätssicherung von Studium und Lehre an deutschen Hochschulen entscheidet. Mit ihrer Expertise trägt sie künftig dazu bei, dass die Stimme der
wirtschaft 03+04/2026
Wirtschaft für eine praxis- und arbeitsmarktorientierte Weiterentwicklung von Studienangeboten gehört wird. Der Akkreditierungsrat legt die Standards für die Akkreditierung und Reakkreditierung von Studiengängen fest. Aus DIHK-Sicht ist es wichtig, dass Hochschulabsolventinnen und -absolventen der Übergang in die betriebliche Arbeitswelt möglichst problemlos gelingt.
Foto: DIHK/P.A. Perry
Julia Flasdick
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