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kurz notiert
Nachgezählt
3.568 So viele junge, innovationsgetriebene Unternehmen wurden nach Angaben des Bundesverbands Deutsche Startups im Jahr 2025 gegründet – ein Zuwachs von 29 Prozent und ein Rekordwert. Getrieben wird diese Entwicklung durch Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und DeepTech, stabile Bedingungen am Venture-Capital-Markt sowie verbesserte Förderprogramme. Ganz anders entwickelt sich jedoch die breite Gründungslandschaft: Laut dem DIHK-Report Unternehmensgründung 2025 bleibt die Zahl der klassischen Unternehmensgründungen – also Gründungen im Handel, in der Gastronomie, im Handwerk oder im Dienst-
leistungsbereich – weiterhin auf niedrigem Niveau. Steigende Kosten, hohe Bürokratielasten und eine nur langsam fortschreitende Verwaltungsdigitalisierung bremsen den Markteintritt vieler potenzieller Gründerinnen und Gründer. Zudem nimmt die Zahl der Vollzeitgründungen ab, während mehr Menschen im Nebenerwerb starten. Zusätzlichen Druck erzeugen internationale Unsicherheiten: Laut der DIHKUmfrage „Going International 2025“ berichten viele Unternehmen von zunehmenden Handelshemmnissen, neuen Zertifizierungspflichten, Zöllen und steigenden regulatorischen Anforderungen.
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Wirtschaft warnt vor Kipppunkt – Verbände drängen auf Reformen Nach drei Jahren ohne Wachstum sieht die deutsche Wirtschaft ihre Widerstandskraft an einem Kipppunkt. Die Standortbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren „erheblich verschlechtert“, während hohe Standortkosten, steigende Sozialbeiträge und langwierige Genehmigungsverfahren die Unternehmen zunehmend belasteten. Damit sich die wirtschaftliche Stimmung drehen könne, brauche es spürbare Entlastungen, die in den Betrieben ankommen – etwa beim Bürokratieabbau, bei den energiepolitischen
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Systemkosten und bei den Sozialversicherungsbeiträgen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, Deutsche Industrie- und Handels-
kammer (DIHK), Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Gefordert wird insbesondere mehr Tempo bei der Umsetzung bereits angekündigter Regierungsinitiativen sowie ein konsequenterer Fokus auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Anlass der Erklärung war ein Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz, das in München im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse stattfand.
Melnikov: „Mit angezogener Handbremse kommen wir aus dem Tal nicht heraus“ Die deutsche Konjunktur kommt auch 2026 nicht vom Fleck. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Standortkosten und eine schwache Inlandsnachfra4
ge liegen wie Blei auf der Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Konjunkturumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK)
zum Jahresbeginn 2026, die die Stimmungslage von rund 26.000 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen abbildet. „Die wachsende Weltwirt-
wirtschaft 05+06/2026
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