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Ron Meier, hier zusammen mit Johannes Lehde (re.) und Ausbilder Roland Manske (li.) hat seine Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer bei der Lehde GmbH in Soest absolviert.

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Gemeinsam mit Mario Dreyer, der seine Ausbildung zum Chemielaborant beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Lippstadt abgeschlossen hat, ist Ron Meier zu Gast beim IHK-Jahresempfang gewesen.


Mario Dreyer und Ron Meier gehören zu den besten Azubis in Deutschland


Mario Dreyer, Chemielaborant beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Standort Lippstadt) und Ron Meier, Beton- und Stahlbetonbauer bei J. Lehde GmbH in Soest,  gehören mit ihren herausragenden Leistungen in den Abschlussprüfungen zu den besten Azubis in Deutschland, die am 9. Dezember in Berlin vom DIHK ausgezeichnet werden.
Eigentlich wollte Mario Dreyer Medizin studieren. Doch dann entdeckte er den Ausbildungsberuf Chemielaborant für sich. Und nicht zuletzt dank seiner Begeisterung für das präzise und lösungsorientierte Arbeiten ist der junge Mann aus Wadersloh-Liesborn in diesem Jahr der beste Auszubildende in seinem Beruf.

Zwei Praktika brachten die Entscheidung: Beim ersten in einer Arztpraxis wurde Mario Dreyer schnell klar, dass ein Medizinstudium nicht das richtige für ihn sein würde. Das zweite Praktikum bei einem Pharmaunternehmen brachte die Erkenntnis, dass die Arbeit in einem Labor, der Umgang mit Chemikalien und das analytische Arbeiten „genau mein Ding ist“, wie Mario Dreyer mit Begeisterung erzählt. Nach dem Abitur begann Mario Dreyer seine Ausbildung beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Lippstadt.


Während der Ausbildung standen in erster Linie die Analyse von Wasserproben im Vordergrund, zum Beispiel auf Nitrit, Chlorid oder Sulfate – oder genauer gesagt: „die Analyse von Umweltparametern“, wie Mario Dreyer zusammenfasst. „Nach der Schule in die Arbeit eines Chemielaboranten hineinzukommen, das heißt in das millimetergenaue, quantitative, qualitative und präparative Arbeiten, das war schon herausfordernd“, erinnert sich der 21-Jährige zurück. „Aber gerade das macht mir auch unheimlich viel Spaß: das präzise Arbeiten, das Nachdenken und das Lösen von Problemen.“ Und dann fügt er hinzu: „Eigentlich macht es mir sogar am meisten Spaß, wenn etwas nicht ganz nach Plan läuft und es richtig kniffelig wird.“

Dass er einmal zu den besten Auszubildenden in ganz Deutschland gehören wird, damit hatte Mario Dreyer nicht gerechnet. „Man muss in diesem Ausbildungsberuf schon einiges tun“, sagt der Liesborner. „Aber es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich immer tiefer in den Stoff eintauchen wollte, und dann ist mir eigentlich alles zugeflogen.“


Kurz vor seinem Abitur ist sich Ron Meier nicht ganz sicher gewesen, welchen Berufsweg er einschlagen sollte. Da brachte ein Hinweis seines Vaters auf das Bauunternehmen J. Lehde GmbH in Soest ihn erst auf eine Idee und dann zu seinem Ausbildungsberuf Beton- und Stahlbetonbauer, von dem er sagt: „Daran gefällt mir alles, das passt.“ Mit sehr viel Spaß an der Arbeit und einer guten Portion Ehrgeiz hat es der 22-Jährige aus Werl jetzt zum besten Auszubildenden seines Berufs in Deutschland gebracht.

Mit jeder neuen Auszeichnung war Ron Meier überraschter: Weil Bruder und Vater in der Vergangenheit bereits auf herausragende Leistungen auf Kreisebene in der Ausbildung blicken konnten, war bei Ron Meier durchaus der Ehrgeiz geweckt, mit ihnen gleich zu ziehen, wie er schmunzelnd erzählt. „Aber, dass ich zu den Besten in NRW und sogar zu den Besten auf Bundesebene gehöre, damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, sagt Ron Meier. Vater und Bruder hätten sich sehr mit ihm darüber gefreut.

Wenn sich der junge Werler zurückerinnert, dann liegt nicht nur der Erfolg in der Familie, sondern auch der Spaß an Arbeit, bei der handwerkliches Geschick gefragt ist: Der Vater arbeitet im Sanitärbereich und der Großvater hat selbst einmal ein Bauunternehmen geführt. Von beiden hat der Enkel bereits als Kind viel gelernt. „So fühlte sich einiges tatsächlich vertraut an, als ich meine Ausbildung begann“, erzählt Ron Meier. Das Lernen selbst sei ihm dann gar nicht mehr schwergefallen, weil ihn einfach alles sehr interessiert habe. „Ich habe quasi wie ein Schwamm alles aufgesogen“, sagt der 22-Jährige. Das lief so gut, dass er die auf drei Jahre angelegte Ausbildung um ein Jahr verkürzen konnte. Besonders gut gefallen hat ihm in seinem Ausbildungsbetrieb, dass er sowohl die Arbeit im Fertigteilwerk erlebt hat als auch die Arbeit auf der Baustelle. „Dabei habe ich alles gelernt über den Betonbau, aber gleichzeitig auch die Gelegenheit bekommen, auf Baustellen mit anderen Gewerken zusammenzuarbeiten.“


Die komplette Geschichte gibt es in der Dezember-Ausgabe des IHK-Magazins, das als PDF oder e-Paper unten auf der Seite zur Verfügung steht. 

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