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Parlamentarischer Abend: Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung im Fokus

Die berufliche Bildung und die Sicherung des Fachkräftebedarfs waren die Themen beim parlamentarischen Abend. Die IHK Arnsberg hatte die Parlamentsabgeordneten und Landräte aus der Region sowie die Mitgliedern der IHK Vollversammlung und des IHK-Berufsbildungsausschuss zu einer gemeinsamen Diskussion eingeladen. IHK-Präsident Rother stellte heraus: „Was wir in unserer Region brauchen, sind in erster Linie beruflich qualifizierte Menschen. Unser größtes Konjunkturrisiko ist der Fachkräftemangel.“
Wie wichtig berufliche Qualifizierung ist, zeigt die Beschäftigungsstatistik: In Südwestfalen machen die beruflich qualifizierte Fachkräfte 57 Prozent der Beschäftigten aus. Dies ist der höchste Anteil in NRW. Eine akademische Ausbildung haben hingegen 11,4 Prozent der Beschäftigten, der landesweit niedrigste Anteil. „Wir brauchen auch Akademiker. Aber der Arbeitsmarkt in Südwestfalen ist besonders von der beruflichen Bildung geprägt. Auf jeden Akademiker kommen in Zukunft zehn beruflich qualifizierte Fachkräfte, die in der Region fehlen werden“, erläuterte Klaus Bourdick, Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung.
Mittlerweile nimmt jedoch deutlich mehr als die Hälfte eines Schuljahrgangs ein Studium auf. Übereinstimmend stellten die Teilnehmer darum fest, dass bei vielen jungen Menschen, aber auch deren Eltern, die Meinung vorherrsche, dass nur ein akademischer Abschluss zum beruflichen Erfolg und einem hohen Einkommen führe. Dieser weit verbreiteten Meinung stellte Klaus Bourdick Zahlen, Daten und Fakten gegenüber, die zeigen dass dies ein Trugschluss ist. Er wies darauf hin, dass mit der beruflichen Bildung viele individuelle Karrierewege offen stehen. Zudem sei der Verdienst in technischen Berufen oft höher oder vergleichbar zu dem von akademischen Fachkräften mit geisteswissenschaftlichem Hintergrund.
Andreas Rother stellte in Richtung Politik fest, dass die Stärke der Region vor allem darin bestehe, dass die einzelnen Akteure auf vielen Feldern an einem Strang ziehen. Dies sei auch beim Thema berufliche Bildung so und solle noch verstärkt werden. „Uns ist klar, dass politische Veränderungsprozesse ihre Zeit brauchen, aber es gibt Möglichkeiten, wie wir unser gemeinsames Anliegen durch Ihre Unterstützung des Projektes Karriere-hier zeitnah vorantreiben können“, warb Rother um die politische Unterstützung für die heimische Wirtschaft. bec

 

 

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Klaus Bourdick
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