Konjunktur und Statistik

Von Krise k(aum)eine Spur

Die Wirtschaft am Hellweg und im Sauerland erfreut sich mehrheitlich guter Geschäfte und ist weiter zuversichtlich. Auf 122 Punkten steht der IHK-Konjunkturklimaindex, damit etwas über dem Herbstwert (120). An der Umfrage zu Jahresbeginn 2012 haben sich rund 400 Unternehmen beteiligt.

Nach dem deutlichen Knick nach unten, den wir an dieser Stelle im Herbst melden mussten, bewegt sich der Klimaindex nun wieder etwas aufwärts. Hieran tragen vor allem die gestiegenen Erwartungen hohen Anteil, die Lage ist unverändert - positiv.
Die aktuelle wirtschaftliche Situation hat sich seit Herbst zwar insgesamt kaum verändert, der Blick auf die einzelnen Branchen deckt aber leichte Unterschiede auf. Entgegen mancher Bedenken hat sich die Lage in der Industrie zuletzt noch einmal verbessert. Gut gefüllte Auftragsbücher und passable Margen lassen hier jedes zweite Unternehmen seiner Situation ein „gut“ geben, unter den Investitionsgüterherstellern sind es sogar 75 Prozent.


Das beste Branchenurteil gibt es – wie schon im Herbst – im Großhandel (Saldo aus „gut“ und „schlecht“: 54 %), doch auch im Einzelhandel (31 %), bei unternehmensnahen Dienstleistungen (32 %) und im Gütertransportgewerbe (20 %) ist die Lage per Saldo positiv.
Die für 2012 angekündigte Wachstumsschwäche ist derzeit – noch – nicht auszumachen. Im Gegenteil: Zunächst wird die Konjunktur noch leicht an Fahrt aufnehmen. Hierfür sorgen vor allem die Industrie und die Handelsparten. Bauwirtschaft, unternehmensnahe Dienstleister und Gütertransporteure gehen hingegen von einer weiteren Abkühlung aus.
Den Befürchtungen einer nachlassenden Nachfrage – vor allem aus China – zum Trotz sind die Exporterwartungen insgesamt wieder etwas angezogen. Jedes dritte Industrieunternehmen geht von stärkeren Ausfuhren aus. Dieses Ergebnis spiegelt sich in den Nennungen um die größten Konjunkturrisiken wider. 23 Prozent der Unternehmen sorgen sich um die Nachfrage aus dem Ausland, nach 27 Prozent im Herbst. Als größtes Konjunkturrisiko sehen die meisten die Energie- und Rohstoffkosten. An Platz zwei stehen „Wirtschaftspolitische Rahmenbedingen“.
Der Beschäftigungsstand in den Unternehmen der Region wird weiter steigen. Allerdings lässt die Dynamik in dieser Hinsicht etwas nach. So planen Dreiviertel keinerlei Veränderung. Den größten Zuwachs wird es in der Industrie geben.
Die Investitionsplanungen sind per Saldo expansiv, dafür sorgen Industrie und im Einzelhandel. Etwa jedes dritte Unternehmen in diesen Branchen disponiert entsprechend. Vorsichtigere Planungen melden Bauwirtschaft, unternehmensnahe Dienstleister und Gütertransporteure. Mit den Investitionen werden in erster Linie vorhandene Kapazitäten ersetzt und Rationalisierungen durchgeführt. Erfreulicherweise plant aber auch jedes dritte Unternehmen Erweiterungen.
27 Prozent der heimischen Industrieunternehmen werden ihr Engagement im Ausland verstärken. Hierfür steht allerdings nur bei jeder fünften Investition das Kostenargument im Vordergrund. In den meisten Fällen (44 %) geht es den Betrieben darum, mit Vertrieb und Service näher beim Kunden zu sein.
Als Zielregion der Auslandsinvestitionen stehen vor allem die seit 2004 neu zur EU hinzugekommen Länder hoch im Kurs, ihnen folgt China.

 

* In den Indikator gehen sowohl Bewertungen der aktuellen Lage, als auch die Zukunftserwartungen ein.


Ansprechpartner


Dr. Ralf A. Hueß
Dipl.-Volkswirt
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Stefan Severin
Dipl.-Volkswirt
Tel:02931 878-138
Fax:02931 878-173
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Downloads und Links

  • Präsentation zur Umfrage 
     
  • Ergebnisse in Zahlen
     
  • Pressemitteilung:
    "Guter Start ins neue Jahr"
     
  • DIHK-Konjunkturumfrage: "Die Wirtschaft läuft rund."