Umfrage Frühsommer 2015

Konjunktur weiter verbessert


Die Konjunktur am Hellweg und im Sauerland hat sich seit Jahresbeginn weiter verbessert. Bei der Umfrage im Frühsommer stieg der IHK-Konjunkturklimaindikator auf 124 Punkte, nach 116 zu Jahresbeginn. An der verbesserten Stimmung haben sowohl die aktuelle Lage, als auf die Erwartungen ihren Anteil.

 
Die Einschätzung zur Wirtschaftslage ist in allen Branchen positiv. Dabei sticht die Bauwirtschaft besonders heraus. Nach einer leichten Delle in der Branchenkonjunktur 2014 zeigt sich der Bau nun wieder gestärkt: 64 Prozent der Betriebe dort geben ihrer Lage ein „gut“, keiner der befragten Unternehmen urteilt mit „schlecht“.
Die Industrie konnte ihre Situation ebenfalls verbessern. Der Saldo von Gut- und Schlecht-Urteilen beläuft sich auf 31 Prozent. Das ausgesprochen positive Umfrageergebnis findet sich jedoch nicht in der amtlichen Umsatzstatistik für die Industrie wieder. Um rund drei Prozent lag die Branche von Januar bis April 2015 unter ihrem Erlös ein Jahr zuvor. Doch stehen einige Sonderfaktoren wie der gesunkene Ölpreis einer uneingeschränkten  Vergleichbarkeit im Wege.
Insgesamt geht die Wirtschaft von einer guten Entwicklung für die kommenden Monate aus. Lediglich im Dienstleistungssektor (18 % „es wird besser“, 19 % „es wird schlechter“) und im Einzelhandel (7 %, 9 %) überwiegen die Pessimisten.  In der Industrie blickt etwa jedes dritte Unternehmen positiv in die Zukunft, bei 10 Prozent negativer Erwartungen. Große Hoffnungen ruhen weiterhin auf dem Export. Der Saldo aus erwartetem Mehr und Weniger liegt bei 12 Prozent.
Nach oben zeigt der Trend auch bei den Investitionsabsichten. Hier planen mittlerweile 30 Prozent, die Investitionen auszuweiten, bei 19 Prozent, die sie zurückfahren werden.
Die Beschäftigungsabsichten sind ebenfalls höher als zu Jahresbeginn, allerdings wird per saldo noch immer mehr Personal ab- als aufgebaut.
Gefragt nach den konjunkturellen Risiken stehen die Faktoren „Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen“ und „Arbeitskosten“ ganz oben auf der Liste der Zukunftssorgen. Ihnen folgen „Inlandsabsatz“ und „Fachkräfte“. Das Thema mit der geringsten Relevanz hierbei ist die Finanzierung.


Stefan Severin
Dipl.-Volkswirt
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