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Filialisten weiter auf dem Vormarsch

Gerade der konkrete Handelsbesatz der Einzelhandelsstandorte wird mit darüber entscheiden, ob die Kunden ihrer Innenstadt zukünftig treu bleiben oder in die benachbarten Oberzentren und ins Internet abwandern. Ein Indikator für die Attraktivität eines Einzelhandelsstandortes für Investoren ist der Filialisierungsgrad.

Den Anteil der Filialisten am Gesamtbesatz eines Standortes/einer Fußgängerzone/einer City hat die IHK Arnsberg im Herbst 2016 zum zweiten Mal nach 2010 erhoben. Der Vergleich mit der Momentaufnahme 2010 zeigt nun einen deutlichen Trend zur weiteren Filialisierung, insbesondere in den 1A-Lagen der größeren Einzelhandelsstandorte wie Neheim, Lippstadt, Soest und Meschede. Egal ob Drogeriemarkt, Modekette oder Einrichtungshaus, die Konzentration im Einzelhandel schreitet in fast allen Branchen voran. Weiterhin eine Ausnahme bildet die Einzelhandelslandschaft im Zentrum des Kurortes Bad Sassendorf, wo nach wie vor kein einziger Filialist zu finden ist.

Eine hohe Anzahl an Filialisten allein sagt allerdings nicht zwangsläufig etwas über die Attraktivität einer Innenstadt aus. Der Kunde erwartet einerseits bekannte Anbieter, will andererseits aber auch das inhabergeführte, individuelle Fachgeschäft nicht missen – Anforderungen, denen die Innenstädte am Hellweg und im Sauerland im Zusammenspiel mit städtebaulicher Einzigartigkeit und meist noch historischer Bausubstanz bisher gut gerecht geworden sind. Künftig wird es weiterhin darauf ankommen, den richtigen Weg zwischen Uniformität und Individualität zu finden.

Fakt ist auch, dass es immer schwerer wird, Nachfolger für familiengeführte Fachgeschäfte zu finden. Da kann es am Ende nur helfen sein, wenn attraktive Filialisten eine Lücke im Angebot und in der Schaufensterfront der Fußgängerzone füllen.

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