Energiemodellregion gemeinsam gestalten

Die Bezirksregierung und Südwestfalens Wirtschaft wollen bei der Gestaltung der Energiemodellregion enger kooperieren – auch in einem neuen institutionellen Rahmen. So das Ergebnis eines Treffens am 15.03.13 in Arnsberg, bei dem Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann den energiepolitischen „Fachbeitrag der Wirtschaft“ zur Regionalplanung entgegennahm. 

Das Papier erörtert die Nutzung von Flächen und die Folgen für das Landschaftsbild im Zuge des Ausbaus Erneuerbarer Energien. Dabei greift der Beitrag das Schlagwort „Energiemodellregion“ auf. Modellhaft, so die Wirtschaft, sollen auch vorhandene Zielkonflikte gelöst werden: Es gehe darum, eine sichere Energieversorgung, wettbewerbsfähige Energiepreise, die Zukunftsfähigkeit der Industrieregion und die Stärkung des Arbeits-, Lebens- und Erlebnisraums Südwestfalen beispielhaft miteinander zu vereinbaren. "Schon in der Vergangenheit ist es in unserer Region gelungen, Industrie und Natur in Einklang zu bringen. Das ist eine gute Basis. Südwestfalen hat eine hervorragende Zukunft als Industrie- und Energieregion im Grünen“, so Hauptgeschäftsführer der SIHK  Hagen Dr. Hans-Peter Rapp-Frick, der den Fachbeitrag an RP Dr. Gerd Bollermann übergab – gemeinsam mit Vertretern der IHKs Arnsberg, Hagen und Siegen, den Handwerkskammern Dortmund und Südwestfalen, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Hochsauerland, Siegen-Wittgenstein, Soest und Märkischer Kreis sowie Sauerland-Tourismus und Touristikverband Siegerland. "Es ist richtig, dass Sie klare Anforderungen formuliert haben", so Bollermann. „Wir wollen mit Industrie und Handwerk strukturpolitische Strategien entwickeln und die Energiewende dabei mit anderen Aspekten verbinden. „Deshalb sei es gut, dass auch die Tourismusverbände bei der Erstellung des Fachbeitrages mit einbezogen worden seien. Denn Energiewende und Tourismus     seien keine Gegensätze. Beides könne miteinander in Einklang gebracht, und das Image Südwestfalens weiter aufgewertet werden.“

Auf eine übereinstimmend positive Resonanz stieß der Vorschlag, der Zusammenarbeit von Bezirksregierung und Regionalrat Arnsberg mit der südwestfälischen Wirtschaft in Form eines neuen Beirates einen institutionellen Rahmen zu geben. Hierfür zeigte sich auch Herrmann-Josef Droege, Geschäftsführer der IHK Siegen und Regionalratsvorsitzender, aufgeschlossen: „Ich sehe sehr gute Chancen, die Interessen der Wirtschaft mit den Ziele der Regionalplanung zu vereinbaren. Ein Beirat kann dazu beitragen, die ohnehin vorhandenen Schnittmengen noch weiter zu vergrößern.

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